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Krank durch Fremdbestimmung - den eigenen Weg finden
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Lancelot
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Anmeldungsdatum: 16.05.2005
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BeitragGeschrieben: Sam Apr 01, 2006 9:26 pm    Titel: Re: Zukunft? Antworten mit Zitat

annaberg hat folgendes geschrieben:
Anstatt den Müttern die Möglichkeit zu geben, die Kinder, solange sie klein sind - also mindestens bis zum 3. Lebesjahr einschließlich - dauerhaft am Arbeitsplatz unterzubringen, um für sie jederzeit zur Verfügung zu stehen, anstatt sie nun noch früher zu trennen und fremdbetreuen zu lassen, Körpernähe zu vermeiden und so einen nie mehr auszugleichenden emotionalen Mangel im frühen Kindesalter geradezu heraufzubeschwören, wirbt nun das Familienministerium für die angebliche Befreiung der Frau, die eigentlich nichts anderes ist als ihre weitere Patriarchalisierung, sprich Unterwerfung unter patriarchale Normen und Ziele.


Dies wird ja auch von den Frauen gefordert. Gerade "Fernsehsendungen" wie Frauentausch oder Supernanny geben ja immer weider sehr erschreckende Einblicke in die Seelen von Familien. Wie Kurt Biedenkopf unlängst öffentlich im Fernsehen bekannte: "Die Politiker machen nur das, was die Bevölkerung will"


Zitat:
Eigentlich braucht man keine Unteruchungen, um zu begreifen, dass ein herzzerreissend weinendes Kleinkind schwer leidet, wenn es tagtäglich von seiner Mutter verlassen wird. Sind wir eigentlich verrückt geworden, so etwas zuzulassen und als Alternative hierzu nur den Rückfall in die patriarchale Klein- oder Großfamilie zu sehen? Als ob es hier nicht eine dritte, vierte und fünfte Lösung geben könnte!


Die Äusserungen meiner/s Mutter/Vater/SchwiegermutterSchwiegervater/Oma (mein Opa war da wesentlich zurückhaltender) und 90% der Bevölkerung tendieren da in Richtung "Zucht und Ordnung". Schreikinder(von unseren 3 war keines dabei) haben ganz einfach Blähungen, obwohl sich Kinder mit nachweislich Bauchschmerzen definitiv anders verhalten.
Ein Bekannter von mir(37 Jahre) rühmt sich, dass seine Tochter(sein 3. Kind, wird systematisch zur Selbstständigkeit erzogen) bereits mit einem Jahr zu laufen begann, während seine Nichte mit 15 Monaten immer noch nicht auf eigenen Füßen steht. Schuld nach seiner Aussage ist das verhätscheln durch die Mutter, Omas, Schwestern etc., das ewige Umhertragen.
Unser Sohn lief auch mit einem Jahr, "obwohl" er quasi immer auf seiner Mutter saß/sitzt. Im Gegensatz zu seiner Tochter schrie unser Sohn nicht stundenlang vom Einschlafen, klagt auch sonst nicht. Er nazt jetzt mit seinen 15 Monaten noch in unserem Bett. Ich könnte mir nicht vorstellen ihn in ein eigenes Zimmer zu stecken. Er darf auch noch bei Mama nuckeln. Das Ende darf er selber setzen.
Seine beiden Brüder(7 und 9 Jahre) sind jetzt vor 2 Wochen jeder aus unserem Schlafzimmer in ihr neues Schlafzimmer umgezogen


Zitat:
Ob diese Normen nicht auch bereits mit dem geschilderten Mangel zu tun haben, unter dem wir im Vergleich zu den Mitgliedern vieler Gentilgesellschaften alle auch gelitten haben: Der Unterversorgung mit körperlicher Nähe zur Mutter, die dann die Notwendigkeit eines Ersatzes bedingt: "Gott, den Allmächtigen".
.

Darüber habe ich mir auch schon oft Gedanken gemacht.
Vom Grundprinzip ist das Patriarchat zum Scheitern verurteilt. Das Grundübel sehe ich in der Vereinzelung der Frau. Herausgerissen aus ihrem Verband ist sie auf sich allein gestellt, neben ihrem Mann. Da aber der Mensch ein soziales Wesen ist und nur im Verband überlebensfähig ist, musste man einen Ersatz zur Sippe schaffen. Die Gemeinschaft im Glauben. Nur, es stellte sich heraus, dass diese Gemeinschaft nie so innig wird wie die Sippenbindung, ebenso wenig wie der bedingungslose Einsatz füreinander. Der Eigentumsanspruch, mein ist mein und Dein ist Dein tut sein übriges. Die strikte Teilung von Hab und Gut, Überleben oder Untergang.
Da man dies alles erkannte, stellte man Regeln und Ordnungen auf. Und unterlegte sie mit Sanktionen, weil sie dem Wesen des Menschen widersprechen. Da man nicht mehr auf den Mitmenschen vertrauen kann braucht man als Ersatz Gott, das abstrakte Wesen. Nur: Wo ist er, wenn der Mann/die Frau/die Mutter stirbt. Es gibt Trost vom Priester: Gottes Wege seien unergründbar, Gott breitet seine Hände aus.
Hilfreich ist er aber nie. Er kocht nicht, er spielt nicht, er lacht nicht, er spricht nicht, er arbeitet nie. Die Wäsche liegt am Morgen noch wie am Abend. Das Getreide steht weiterhin auf dem Feld. Der Winter wird trotzdem kalt, wenn man selbst kein Feuerholz macht.
(Ist jetzt eine Gotteslästerung, mit dieser Keule kann man viele zur Vernunft zwingen, dank Gehirnwäsche)
Da kennt man kath. Religionslehrer, in Schuljahren waren das unter den Schülern geschätzte Personen, Lehrer, die man am liebsten alle Jahre hatte. Die wenden sich plötzlich dem Judentum als ursprüngliche und reine Religion zu. Und ich dachte immer, solche Leute seien gebildet und hätten ein Hirn, das sie benutzen könnten. Nun, vielleicht denken die dasselbe von mir, zumindest was den Gebauch des Hirns betrifft Very Happy
Eigenlob stinkt, oder?Embarassed

Zitat:
Das ist nun wirklich eine anthropomorphe Interpretation des Lebens der Tiere mit ausgesprochen unzulässigen Analogieschlüssen.


Na, da bist Du mir doch auf den Leim gegangen Razz
In der Öffentlichkeit wird es immer so dargestellt, dass der Mann seit Urzeiten der Beherrscher der Frau war. Aus altestamentarischer Sicht durchaus richtig, Frau sei Dank definitiv aber falsch. Very Happy
_________________
"Schläft ein Lied in allen Dingen,
Die da träumen fort und fort.
Und die Welt hebt an zu singen,
Triffst du nur das Zauberwort."
Eichendorff
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annaberg
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BeitragGeschrieben: Mit Apr 26, 2006 11:22 pm    Titel: Re: Zukunft? Antworten mit Zitat

[quote="Lancelot"]
Zitat:
Gerade "Fernsehsendungen" wie Frauentausch oder Supernanny geben ja immer weider sehr erschreckende Einblicke in die Seelen von Familien.
Ziemlich unerträgliche.


Zitat:
Das Grundübel sehe ich in der Vereinzelung der Frau.
Herausgerissen aus ihrem Verband ist sie auf sich allein gestellt, neben ihrem Mann.

Die Beziehungen von Frauen zueinander werden im Patriarchat systematisch ausgehöhlt und marginalisiert. Als Rest bleibt noch die beste Freundin und das Kaffeekränzchen...
Zitat:
Gottes Wege seien unergründbar,

Das fand ich auch immer, verstanden hat man das nicht...
Zitat:
Gott breitet seine Hände aus.
Hilfreich ist er aber nie. Er kocht nicht, er spielt nicht, er lacht nicht, er spricht nicht, er arbeitet nie. Die Wäsche liegt am Morgen noch wie am Abend. Das Getreide steht weiterhin auf dem Feld. Der Winter wird trotzdem kalt, wenn man selbst kein Feuerholz macht.

Er lebt eben nicht. Aber das hast du schön ausgedrückt.
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