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Krank durch Fremdbestimmung - den eigenen Weg finden
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Lancelot
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BeitragGeschrieben: Sam Jan 28, 2006 11:04 pm    Titel: Krank durch Fremdbestimmung - den eigenen Weg finden Antworten mit Zitat

Hannelore hat folgendes geschrieben:
Undine,

natürlich muss jede Person ihren eigen Weg finden und gehen.



Denn um zu anderen Ergebnissen zu kommen, bedarf es anderer Vorrausetzungen.



Warum muß man einen Weg finden und gehen?
Wem hilft das? Der Gemeinschaft? Oder den Schmarotzern einer Gemeinschaft?
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Hannelore
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BeitragGeschrieben: Sam Jan 28, 2006 11:23 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Nicht EINEN Weg finden und gehen, sondern die Betonung liegt auf dem EIGENEN Weg!

Du gehst einen Weg durch Zeit und Raum dieses Lebens so oder so. Es hängt von dir ab, ob du fremd- oder selbstbestimmt lebst. Und das weißt du nur selbst.
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BeitragGeschrieben: Son Jan 29, 2006 9:24 am    Titel: Antworten mit Zitat

Hannelore hat folgendes geschrieben:
Du gehst einen Weg durch Zeit und Raum dieses Lebens so oder so. Es hängt von dir ab, ob du fremd- oder selbstbestimmt lebst. Und das weißt du nur selbst.


Liegt es denn wirklich immer 100%ig an uns, ob wir es schaffen, unseren eigenen Weg zu gehen oder nicht? Muss man hier nicht fairerweise sagen, dass Menschen in einem Patriarchat dies gar nicht ganz und gar können? Denn über Gesetzen, die andere aufgestellt haben, steht niemand, nur die "Mächtigen" können sie so auslegen, dass es ihnen persönliche Vorteile bringt.

Ein Beispiel sind doch Steuern. Auch so ein Fremdeinfluss. Wenn ich keine Steuern zahle, weil ich über meine Finanzen selbst bestimmen will, hat das Konsequenzen (man könnte es in diesem Fall auch Strafen nennen). Wenn ich aber das Gesetz brav befolge, so habe ich es zugelassen, dass andere über mich entscheiden. Beides obliegt meiner Verantwortung, würdest du jetzt sicher sagen. Aber beide Wege haben Leid zur Folge. Auf der einen Seite droht man mir Gewalt an, andererseits verleugne ich meine Überzeugungen. Wie könnte ich das denn jetzt so drehen und wenden, dass ich keinen Schaden davon tragen würde? Denn egal ob ich mich fürs Auflehnen oder Mitspielen entscheiden würde, so könnte ich mit meiner Verantwortung doch nur zwischen dem größeren oder kleineren Übel wählen. Doch wie könnte ich mich in diesem Fall vor diesem Fremdeinfluss schützen?

Diese Fragen erscheinen mir wichtig, deshalb stelle ich sie. Und ich glaube nicht, dass viele Menschen wissen, ob sie fremd- oder selbstbestimmt leben. Denn wenn vielen noch nicht einmal bewusst ist, dass sie leiden, könnten sie doch glauben, dass alles in Ordnung ist und dass sie ihren eigenen Weg gehen, oder? Und viele können sich doch eine wirkliche Alternative zum Patriarchat gar nicht vorstellen, weshalb ich annehme (!), dass sie sich nicht selbst zu helfen wissen.

Oder sind sich die meisten Menschen über die Verhältnisse und das, was im Patriarchat vor sich geht, im Klaren? Ich will das wirklich verstehen, deshalb bitte ich um Antworten. Denn mir erscheinen diese Aussagen ein wenig widersprüchlich: Auf der einen Seite verteidigst du jene Menschen, die sich nicht selbst zu helfen wissen und sagst, das System trägt dazu bei, dass wir unseren eigenen Weg nicht gehen KÖNNEN, aber andererseits sagst du auch, es liegt an uns, ob wir es schaffen oder nicht. Und das ist mir nicht so ganz klar.

Kann ein Mensch im Patriarchat für sich selbst nun wirklich Verantwortung übernehmen, oder wurde er so erzogen, dass er nicht unabhängig von Fremdeinflüssen ist und die ihn in seinem selbstbestimmten Tun hindern?

Ich habe auch viel über Lob und Tadel gelesen, doch ist mir noch nicht ganz klar, warum Lob dem Kind oder einem Menschen hinderlich ist. Wenn man mich zum Beispiel lobt, fühe ich mich gut und in meinem Tun bestätigt. Aber wenn dem offenbar nicht so ist, wie bezeugen dann Matriarchale Menschen anderen Stammesmitgliedern ihren Respekt? Auch noch so eine Sache, die ich gern verstehen würde.

Es grüßt euch,
Tyulender
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BeitragGeschrieben: Son Jan 29, 2006 9:12 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Lob und Tadel sind Bestandteile des patriarchalen Systems, mit dem Menschen - unabhängig von deren eigenen Bedürfnissen - in bestimmte Richtungen gelenkt werden, je nachdem, welche Einstellung die Person, die lobt oder tadelt, selbst hat.
Das beginnt in der Kindheit und hört nie auf.


Ich glaube das ist auch schwer abzugewöhnen.. fällt mir gerade auf, also für mich wäre das sehr sehr schwer.. auch wenn ich meine meinung darüber sage im sinne von lob oder tadel so läuft es dennoch darauf hinaus das ich damit beeinflusse..

Zitat:
Liegt es denn wirklich immer 100%ig an uns, ob wir es schaffen, unseren eigenen Weg zu gehen oder nicht? Muss man hier nicht fairerweise sagen, dass Menschen in einem Patriarchat dies gar nicht ganz und gar können? Denn über Gesetzen, die andere aufgestellt haben, steht niemand, nur die "Mächtigen" können sie so auslegen, dass es ihnen persönliche Vorteile bringt.


Es muss eben etwas drastisches passieren.. so einfach wie es früher möglich war Volksmassen zu mobilisieren so schwer ist es heute.. wir werden darauf getrimmt uns mit unserer Lage abzufinden anstatt sie zu ändern..
Aber Ohne Einfluss "Mächtiger Personen" oder einer großen Bevölkerung bzw. große Teile der Bevölkerung wird sich so schnell nichts ändern, immer bloß ein Schritt nach dem anderen und da gehts leider manchmal zurück Sad

Ich glaube schnelle Veränderungen sind heutzutage in der Mehrheit der Fälle nur möglich wenn man das Patriarchat mit den eigenen Waffen schlägt, mögt ihr vielleicht nicht, aber ich meine das nur auf die Mehrheit der Situationen und auf Schnelligkeit bezogen..

Sagt mir.. wie kann man die Macht der zukünftigen Oberschicht brechen?
Ohne Gewalt wird da nichts laufen.. wie will man die Macht der Konzerne brechen die in den meisten Ländern der Welt gleich agieren.. sogar die Chinesen fangen langsam an kapitalistisch zu denken...
Ich denke eine Art Ghandi mit Gewaltlosigkeit... das hätte 2 generatonen früher funktioniert, aber heute ist das aus meiner Sicht nicht mehr möglich.. nur in mehreren Generationen und da kann wiederum vieles neues passieren (zum guten UND SCHLECHTEN)
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Lancelot
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BeitragGeschrieben: Son Jan 29, 2006 10:56 pm    Titel: Zukunft? Antworten mit Zitat

Das Leben ist schön, bereitet Freude. Leid ist nur eine persönliche Empfindung. Wenn Du dir mit dem Hammer auf den Daumen schlägst, ist die gute Laune sofort verflogen: Hormone. Du kannst aber auch lachen über soviel Dummeheit!Laughing

Der eigene Weg ist kein Muß/Zwang, darf es gar nicht sein. Das Leben ist, weil es ist. Es gibt keine Bestimmung, keine Pflicht durch die Existenz an sich. Die Natur hat es so eingerichtet, dass sich Männlein und Weiblein finden, Nachwuchs zeugen und großziehen, bis diese das Leben weitergeben können. Das sind die Grundvoraussetzungen. Alles andere wird durch den denkenden Menschen hinein interpretiert. Grundsätzlich bringt es schon Vorteile, sich zu organisieren, in Gruppen oder Sippen. Dies fördert den Erfolg bei der Aufzucht des Nachwuchses, der auch heute noch die unabdingbare Forderung einer Gesellschaft, unabhängig von deren Form, ist. Das Patriarchat hat ja fürchterliche Zeiten hinter sich, dies hatte ja zwangsweise die Entwicklung der monotheistischen Religionen zur Folge, ohne deren Moral und Sittenvorstellung diese Gesellschaftsform radikalen Umwälzungen ausgesetzt gewesen wäre. Aber es wäre falsch, davon auszugehen in Matriarchaten gäbe es keinen Anpassungsdruck. Im Gegenteil, dort gilt: alles für die Gemeinschaft. Auch wenn es Eigentum gibt, so ist doch der Reichere dazu verpflichtet, den Ärmeren über Feste abzugeben. Auch eine Art der Steuer. Ansonsten wird viel "Steuer" direkt in Form von Arbeit der Allgemeinheit zugeführt.

Fakt ist, dass wir definitiv in einer patriarchalischen Gesellschaft leben. Dies bedarf einer geregelten Form des Zusammenlebens, die in Gesetze und Verordnungen gegossen ist. Über deren Sinn oder Unsinn lässt sich diskutieren. Ich z.B. bin steng Katholisch erzogen worden, habe sogar in Religion mein Abi gemacht. Genau da hab ich gemerkt, dass hier etwas nicht stimmen kann: Bei der Ausarbeitung der Unterschiede zwischen einer Ideologie und einer Religion. Es gibt nur einen, und dieser lässt sich folgendermaßen darstellen: Die Freiwilligkeit der Nachfolge. Mit der sofortigen Einschränkung jedoch, dass bei Verweigerung die Strafe(Fegfeuer) folgt. Demgegenüber steht die wichtigste Aussage von Jesus(dem gegenüber ich ein zwiespältiges Verhältnis habe): HABT KEINE ANGST.
Und genau Angst ist das einzige Mittel, um Menschen fremd zu bestimmen, zu beeinflussen. Z.B. in der Werbung - nicht in zu sein -
z.B. durch Religion - Nicht ins Reich Gottes zu kommen
z.B. durch Moral, Sitte, Sexualnormen, Sozialnormen.

Zur Selbstbestimmtheit gehört m.E. auch, Dinge zu erkennen, die nicht (sofort) geändert werden können. Gegen die anzurennen, ist hoffungslos, reibt einem auf. Aber man kann durchaus etwas ändern, z.B. bei der eigenen "Kindererziehung", beim Verhalten gegenüber Mitmenschen.

Was die Frage angeht, ob die Menschen Bescheid wissen: Ich würde die Frage so nicht stellen.
Tatsache ist, dass es - vor allem religiöse - Normen gibt, die den Menschen in ein bestimmtes Korsett zwängen. Gerade die Deklaration als Norm/Pflicht/Zwang (z.B. meine Lieblingsnorm, die Einehe oder die Gottesfurcht) zeugt ja davon, dass sich die Menschen aus dieser Bevormundung andauernd zu befreien suchen. In der Öffentlichkeit wird dargestellt, dass die Herrschaft der Männer seit dem Tierreich besteht, dass das Matriarchat die Herrschaft der Frauen im gleichen System ist. Viele Menschen fühlen, dass etwas schief läuft, aber den Grund sehen sie vermutlich nicht.

Du bist immer Du selbst, Du brauchst es nicht zu versuchen.

Grüße
Lancelot
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Hannelore
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BeitragGeschrieben: Die Jan 31, 2006 4:10 pm    Titel: Selbstbestimmung und der eigene Weg Antworten mit Zitat

Lancelot hat folgendes geschrieben:
Zur Selbstbestimmtheit gehört m.E. auch, Dinge zu erkennen, die nicht (sofort) geändert werden können.


Ich stimme Lancelot hier zu.

Selbstbestimmtheit erkennt man nicht daran, was jemand tut oder sagt oder verändert, es ist ein HALTUNG. Wenn wir erwachsen werden und selbstständiger, dann gehört zu unserer Entwicklung, dass wir alles hinterfragen:

- was andere sagen, behaupten
- was andere uns empfehlen oder befehlen
- was als "normal" gilt
- was angeblich "die Wahrheit" ist
- was angeblich gut für uns sein soll und was schlecht
usw.

Jedes einzelne Individuum hat seine/ihre Wahrheit. Wenn ich sage "Spinat schmeckt sehr gut" (andere spucken ihn sofort aus), dann ist das NUR MEINE Wahrheit. Mir steht keine andere zur Verfügung. Und euch auch nicht. Entweder ihr kennt eure Wahrheit oder nicht. Im zweiten Fall seid ihr manipuliert, wie ein Blatt im Wind.

Ein Mensch im Gefängnis kann selbstbestimmt sein! Er ERKENNT, dass die Wärter sich unmenschlich oder sehr hilfsbereit verhalten. Wenn er sieht, dass sie sich unmenschlich verhalten, kann er nichts daran ändern. Aber er hat für sich ein Stück Wahrheit erkannt und das prägt seinen Bewusstseinsstand und das wiederum bewirkt irgendwann eine Handlung, die ohne diese Erkenntnis nicht geschehen wäre. Ich meine nicht gegen Leute wie die Wärter vorzugehen, sondern vielleicht die Gesellschaft von Menschen zu suchen, die die gleiche Wahrheit wie ich gefunden haben, denn das ist wohltuend und vermittelt ein Gefühl von Gemeinschaft.

Kinder, die ständig gegängelt und bevormundet werden, können ihre Eltern nicht ändern, aber sie erkennen für sich, dass die Eltern sich manipulativ verhalten. Wenn sie es erkennen, werden sie sich andere Freunde suchen, als wenn sie es nicht erkennen.

Wenn wir beginnen, in Frage zu stellen, dass es gesund ist zu frühstücken, sich auf eine bestimte Art die Zähne zu putzen, dass das Bett gemacht werden muss, dann setzt Selbstbestimmung ein.

Fremdbestimmte Menschen tun Dinge, nicht weil sie sich dafür innerlich entschieden hätten, sondern, weil es anderen gefällt. Kleine Kinder können gar nicht anders, denn sonst werden sie bestraft. Lob und Tadel sind hier die bewährten Mittel. "Wenn du bis heute abend dein Zimmer nicht aufräumst, darfst du deine Lieblingssendung nicht sehen."

Kinder lernen sehr genau, was Eltern und Lehrer wollen, auch ohne dass es ihnen immer wieder gesagt wird. Es wird bei größeren Kindern VORAUSGESETZT, dass sie sich FOLGSAM verhalten, ohne es ihnen zu sagen!

Folgsam ist gehorsam ist fremdbestimmt.

Wenn ich für mich herausfinde, dass Steuern ein Mittel der Ausbeutung ist und Leute damit unter Druck gesetzt werden können, dann zahle ich natürlich meine Steuern weiterhin (ich bin ja nicht blöd), ABER ich habe die Opferhaltung abgelegt: ich fühle mich nicht ausgebeutet und nicht unter Druck gesetzt, wenn ich den Mechanismus ERKANNT habe. Das ist ein Riesenunterschied! Ich bringe mich damit aus der Leidenssituation und Opferrolle heraus.
An vielem kann ich nichts ändern (wie Steuern), aber wenn ich nicht beginne zu erkennen, werde ich die Beispiele, wo ich etwas ändern KANN, niemals entdecken (auf-decken, frei legen, offenkundig machen).

Das sind alles Beispiele, die jede Person anders bewertet, weil alle unterschiedliche Wahrheiten haben, aber sie lassen sich auf eure Lebenssituation entsprechend übertragen.

Das ist was ich mit meinen Matriarchatstexten mache: ich lege offen. Sonst nichts. Ich habe nicht die Ambition, die Welt/Politik/das Patriarchat zu verändern. Kann ich nicht. Aber durch das aufdecken und bekannt machen, gebe ich vielen LeserInnen einen Anstoß SELBST ZU ERKENNEN. Und das ist der Flügelschlag eines Schmetterlings, der anderswo einen Turm zum Einstürzen bringt.
Weil wir alle miteinander verbunden sind. Wenn ein paar erkennen, was das Patriarchat ist und vom Matriarchat wissen, dann wird sich das herumsprechen - irgendwann ist eine kritische Masse erreicht.

Und jedeR setzt dieses Wissen auf die eigene individuelle Art um. Eine Bewegung von Menschen die "gleichgeschaltet" sind wäre gar nicht wirksam, weil nur selbstbestimmter Eigensinn die größte Wirkung erzielt.
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BeitragGeschrieben: Mit Feb 01, 2006 7:19 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Und dennoch muss ich sagen, habe ich um diese Eigenverantwortung nicht gebeten. Ich frage mich oft, WOZU das alles. Warum haben wir Verantwortung mit auf den Weg bekommen? Um uns selbst zu entwickeln?

JA.

Aber mal im Endeffekt gesehen: Hat man uns danach gefragt, ob wir das auch WOLLTEN? Das kann man meiner Meinung nach selbst mit dem matriarchalsten Wissen nicht beantworten.

Warum ich das schreibe? Nun, nicht weil ich das mit der Selbstbestimmung nicht verstanden hätte. Auch nicht, weil ich provozieren will. Ich finde es halt nur ungerecht, dass das Leben Arbeit ist. Ich hätte es lieber, alles ginge mir von der Hand. Ihr mögt die Tatsache vielleicht lieben, dass es Arbeit gibt, dass man wächst, dass das Leben ein Geschenk ist. Aber ich empfinde dies nur als Fluch. Weil es mir persönlich nur wehtut.

Sorry, dass ich kurz off-topic gegangen bin, aber irgendwie lösen diese radikalen Ansätze bei mir Unbehagen und Unwohlsein aus. Ich musste das mal sagen. Irgendwie kann ein Mensch die Last des eigenen Lebens doch nicht allein tragen. Das ist unmöglich. Vielleicht meint ihr das nicht so, aber es kommt bei mir irgendwo dauernd so rüber. Auch deshalb will ich das mal ansprechen.
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BeitragGeschrieben: Mit Feb 01, 2006 7:21 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ein kurzer Nachtrag: Das, was ich geschrieben habe, ist MEINE Wahrheit! Ich kann darin keinen Segen erkennen, und zufrieden bin ich damit auch nicht.
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BeitragGeschrieben: Mit Feb 01, 2006 8:40 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Tyulender hat folgendes geschrieben:

Aber mal im Endeffekt gesehen: Hat man uns danach gefragt, ob wir das auch WOLLTEN? Das kann man meiner Meinung nach selbst mit dem matriarchalsten Wissen nicht beantworten.

Doch, bzw. matriarchales Wissen braucht man nicht, sondern spirituelles Wissen, was aber im Grunde dasselbe ist. (Wissen bitte nicht mit Glauben verwechseln!).

Du hast dir selber ausgesucht hier auf diesem Planeten zu erscheinen, du hast dich abgesprochen mit den anderen, mit denen du zu tun hast, und wer was macht.

Es ist wie bei einem Theaterstück, wo du selbst Mitspieler bist und gleichzeitig dein Regisseur: Jeder sucht sich die Rolle aus und dann gehts auf die Bühne.

Der Fachausdruck heißt "sich inkarnieren" - wiedergeboren werden.

Wenn das NICHT so wäre, hättest du tatsächlich keine Verantwortung. Da du aber dein Leben selbst gestalten kannst und alles dafür Notwendige in dieses Leben mitgebracht hast, ist es an dir, das zu erkennen. Und DANN FÄNGT AUCH DER SPASS AN!

Wenn du dein Leben als Arbeit empfindest und nicht als Genuss (überleg doch mal was du mit allen deinen Sinnen erfahren kannst, jemand ohne Körper kann das nicht!), dann wehrst du dich gegen etwas, wo es völlig sinnlos ist, sich dagegen zu wehren, weil du mit dem Kopf gegen die Wand rennst. Du kannst nicht die kosmischen Gesetze verändern.

Und wenn du dich entziehen willst und umbringst, dann fängst du eben wieder von vorne an und musst "die Klasse wiederholen". So lange, bis du gelernt hast, was du dir für dieses Leben vorgenommen hast.

ANMERKUNG: Du könntest jetzt sagen "das glaub ich alles nicht".
Und da würdest du auch gut dran tun! Glaub den Leuten nichts. Es geht darum, dass du das oben Gesagte ERFÄHRST, denn dann weißt du es und dann steht glauben oder nicht-glauben gar nicht mehr zur Debatte Wink
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BeitragGeschrieben: Mit Feb 01, 2006 11:10 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Hat man uns danach gefragt, ob wir das auch WOLLTEN?
Wer sollte uns das gefragt haben? Uns hat auch niemand gefragt, ob wir geboren werden wollten, ob wir damit einverstanden waren, was uns in unserem bisherigen Leben angetan wurde. Manche Dinge passieren einem einfach, wie wenn man in den Regen kommt.

Zitat:
Ich finde es halt nur ungerecht, dass das Leben Arbeit ist.
Ist es ja nicht nur... aber gerecht ist die Welt sowieso nicht. Nicht einmal in der gerechtesten Gesellschaftsordnung. Auch da gibt es Krankheiten, Schicksalschläge...ganz einfach Unterschiede zum Vorteil oder Nachteil des einen oder anderen.
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Tyulender
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BeitragGeschrieben: Don Feb 02, 2006 8:51 am    Titel: Antworten mit Zitat

Hmmm... Jetzt habe ich wohl eine ganz philosophische Richtung eingeschlagen und dem Thema damit eine ganz neue Wendung gegeben...

Es geht also darum, zu ERFAHREN (muss mir diese Worte immer und immer wieder vor Augen führen, um es wirklich zu verstehen...) Das ganze wird wohl ein wenig esotherisch. Spirituelles Wissen kann man also wie jedes andere Wissen erwerben? Aber WIE? Muss man in sich gehen, auf sich selbst hören? Also wieder durch ERFAHRUNG?

Aber wie muss ich das jetzt verstehen: Soll ich den Leuten, die irgendwelche Glaubensrichtungen predigen, nichts glauben, sondern es für mich selbst heraus finden? Kann man das denn? Ich weiß, ich frage wie ein Doofer, aber es geht mir nur darum, was zu verstehen.

Ich frage dich mal, Hannelore, nur so aus Interesse: Hast du denn deine Lebenswahrheit gefunden? Weißt du, dass man das schaffen kann? Wie hat dir das matriarchale Wissen dabei geholfen? Sind doch irgendwie spannende Fragen. Wink

Hmm. Es sieht so aus, als ob man sich selbst nicht entfliehen kann, egal wie gerne man das auch wollte. Wisst ihr, das Problem ist bei mir Folgendes: Ich habe eine tiefe Antriebslosigkeit, mir wurden zwar Talente mitgegeben (nein, das soll keine Angeberei sein), doch irgendwie scheine ich damit nie zufrieden zu sein. Weil ich vielleicht selbst nicht darauf vertraue? Ich weiß es wirklich nicht. Denn auch ich lebe alles andere als selbstbestimmt. Und dann erscheint mir auch noch alles so sinnlos und leer!

Das Leben als Genuss empfinden. Leichter gesagt als getan! Zumindest für mich. Irgendwie fürchte ich mich auch davor, weil es etwas völlig Neues wäre. Es ist so, dass ich, sobald ich nur das Haus verlasse, enorme Angstzustände kriege. Dann konzentriere ich mich nicht auf das Schöne, sondern nur auf meine Angst. Aber da raus zu kommen, ist verdammt schwer, wenn nicht gar unmöglich! Ich begebe mich zwar unter Menschen, auch unter jenen, die mich verstehen und mit denen ich gut auskomme, doch das lindert dieses Gefühl nur wenig. Crying or Very sad Was könnte ich in dieser Situation nur tun? Habt ihr da einen Rat für mich?

Tyulender

P.S.: Ich habe manchmal Schwierigkeiten, mich etwas verständlich auszudrücken, ich bitte um Nachsicht!!!
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BeitragGeschrieben: Don Feb 02, 2006 9:49 am    Titel: Antworten mit Zitat

[Ich habe eine tiefe Antriebslosigkeit, mir wurden zwar Talente mitgegeben (nein, das soll keine Angeberei sein), doch irgendwie scheine ich damit nie zufrieden zu sein. Weil ich vielleicht selbst nicht darauf vertraue?]

Was für welche Talente?

Ich denke, ich kann dies nachempfinden. Ich habe vorallem künstlerisches Talent (sagen andere), doch mir genügen meine Werke nie. Ich finde sie zu trivial, uneinzigartig, billig etc. Das ist kaum wegzukriegen.
Dennoch, Kunst liegt im Auge der Betrachterin - und so hab ich angefangen, mir meine Werke als aussenstehende zu betrachten. "Gefällt es mir oder nicht?" Das funktioniert schon mal gar nicht schlecht.
Einen schöpferischen Drang, das hab' ich dann ziemlich schnell gemerkt, kann frau nicht forcieren. Die Inspiration lebt von Freiheit.

Was sonstige Antriebsprobleme betrifft - vielleicht ist's ein biologisches Problem. Ernährst du dich ausgewogen, schläfst du genug?
Oder hast du Wasseradern unter deinem Haus? Die haben mir mal ziemlich zu Schaffen gemacht. Da schafft ein Rosenquartz Abhilfe.
Ansonsten wüsste ich noch einen geniales Energietrank!

[/Es ist so, dass ich, sobald ich nur das Haus verlasse, enorme Angstzustände kriege. Dann konzentriere ich mich nicht auf das Schöne, sondern nur auf meine Angst.]


Weisst du, wovor du Angst hast? Wenn ja, ist diese traumatisch bedingt?
Oder ist's eher eine Urangst? Da gäbe es Techniken, wobei hier Vorsicht geboten ist.


Ich hoffe, du kriegst das jetz nicht in den falschen Hals aber:

Du scheinst eine relativ konsequente Opferhaltung einzunehmen. Ich denke hier leigt ein wictiger Punkt.Veränderungen werden sich erst einstellen, wenn man aktiv die Dinge in die Hand nimmt und ihnen gegenüber (anstatt darunter) steht. Damit meine ich, dass du z.B. deiner Angst gegenüberstehen könntest. Im Sinne von "ja, ich weisst, dass du da bist, Angst, aber ich hab da auch noch was zu sagen".
Doch wie gesagt, da kommt's eben sehr draufan, woher deine Angst kommt.

Ich helf' dir gerne, soweit ich kann.
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BeitragGeschrieben: Sam Feb 04, 2006 6:42 pm    Titel: Reinkarnations-Therapie? Antworten mit Zitat

Zum Thema möchte ich auch noch eine andere Person zu Wort kommen lassen, HP Zimmermann schreibt amüsant und leicht verständlich:

Reinkarnations-Therapie? Heißt das, wir haben schon einmal gelebt?
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BeitragGeschrieben: Mon Feb 06, 2006 12:22 pm    Titel: Re: Reinkarnations-Therapie? Antworten mit Zitat

Halten wir es doch einfacher:

Sinn des Lebens ist das Leben!

Gerade die Unzufriedenheit gegenüber der eigenen Leistung ist bei Frauen meiner Erfahrung nach weit verbreitet. Die mag teilweise genetisch bedingt sein, dürfte aber vor allem auch anerzogen sein.
Macht diese Kleinigkeiten nicht zum wesentlichen.
Sinn des Lebens ist das Leben. Die Natur ist auf Fortpflanzung programmiert, auf Vermehrung des Lebens. auch der Mensch hat seine Zukunft allein in den Kindern. Da geht es nicht darum welchen sozialen Stand das Kind haben wird, sondern es zunächst einmal großzubringen.
Da wir aber demaßen mit Hirn ausgestattet sind, können wir bereits die Weichen stellen, die die Zukunft der Menschen in 20, 50, ja 10.000 Jahre betreffen, was ja wir bereits machen(siehe das Plutonium, das wir im Waffen und Kernenergiewahn hergestellt haben).
Daher ist es duraus legitim, Weichen für die Zukunft zu stellen, auch wenn es die Kinder betrifft. Der Akt der Zeugung ist ja für dieses Kind ebenso ein einschneidender Eingriff in dessen Zukunft.
Sogar jede Äusserung ist ja bereits eine Einflussnahme auf die Entwicklung des Kindes, jede Diskussion, vermittelt Werte und Einstellungen an die Kinder, auch wenn diese vielleicht später hinterfragt werden. Bereits Gesten(Körpersprache) deuten auf Ablehnung und Zustimmung hin, hier braucht es gar kein ausgesprochenes Lob oder Tadel. Und die sind von Kultur zu Kultur mit Sicherheit verschieden, werden von anderen kaum oder garnicht wahrgenomen, wie gerade die Diskussion der Mohammedkarikaturen verdeutlicht.

Wenn Zimmermann schreibt:
Zitat:
. Vor der Geburt und nach dem Tod hat der Mensch kein Bewusstsein. Das Leben beginnt mit der Geburt und endet mit dem Tod. Fertig, aus.
Mein Kommentar: Schön und gut. Nur muss man wissen, dass dies ein Freipass für sämtliche Dreckspatzen dieser Welt bedeutet. Und weiter würde das heißen, dass wir uns nicht darum kümmern müssen, wie es den anderen Menschen geht. Denn das Leben wäre ein einziger Kampf gegen den Zufall, was an sich schon sinnlos wäre, denn Zufall ist das Gegenteil des universellen Gesetzes von Aktion und Reaktion.


dann halte ich das für zu kurz gegriffen. Denn wer dem Prinzip des Lebens zuwiderhandelt wird von den anderen sanktioniert. Aber da die Sanktionierung auf die Religion, das Transzendente abgewälzt wird, greifen diese nicht, wenn der Betreffende diese Sanktionsandrohungen nicht für real erachtet, was sie wahrscheinlich auch nicht sind. Deswegen sind wir in der Welt gegenwärtig in der Situation, dass wir mehr als 1000 MRD Dollar jährlich für Waffen ausgeben und den lieben Gott einen lieben Gott sein lassen. [/quote]
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BeitragGeschrieben: Fre Feb 10, 2006 11:52 pm    Titel: Re: Reinkarnations-Therapie? Antworten mit Zitat

Zitat:
Sinn des Lebens ist das Leben!

Das kann man sagen, alles andere ist spekulativ.
Zitat:
Gerade die Unzufriedenheit gegenüber der eigenen Leistung ist bei Frauen meiner Erfahrung nach weit
Zitat:
verbreitet
. In der Tat, das ist ein großes Problem.

Zitat:
teilweise genetisch bedingt sein,
ich glaube, daß wir die Genetik hier nicht bemühen müssen, um die Verunsicherung von Frauen im Patriarchat hinreichend erklären zu können.
Zitat:
dürfte aber vor allem auch anerzogen sein.
Anerzogen und über Idealisierung und Entwertung, der Frauen ständig in fröhlichem Wechsel ausgesetzt sind, zementiert.

Zitat:
Sinn des Lebens ist das Leben. Die Natur ist auf Fortpflanzung programmiert, auf Vermehrung des Lebens

Sonst würde es uns gar nicht geben.
Zitat:
auch der Mensch hat seine Zukunft allein in den Kindern
Das stimmt nur teilweise, denn auch Ideen verhelfen unter Umständen zu Zukunft oder besondere Begabungen. Also bei Mozart z.B. würde ich eine Ausnahme machen, ganz sicher, der lebt weiter durch seine Musik. Sogar mein Hund - wie viele andere Tiere übrigens auch - werden ruhig und ganz versonnen, wenn man ihnen Mozart vorspielt. Diese Ausnahmeerscheinungen würde es selbstverständlich auch bei Frauen geben, wenn es denn im Patriarchat nicht so unmöglich wäre, ihre Begabungen zu entwicklen. Ich habe neulich ein Inteview mit Anne-Sophie Mutter, der Geigerin, gehört, die richtigerweise darauf hinwies, daß Mozart natürlich eine Ausnahmeerscheinung und so nicht wiederholbar ist, daß er aber eben auch vom Kleinkindalter an in seinem Vater einen hervorragenden Lehrer hatte, der ihn früh und intensiv förderte. Seine Schwester hingegen wurde verheiratet mit einem verwitweten Beamten und mußte dessen 5 Kinder auf dem Land versorgen, nachdem sie vorher als sehr begabt gegolten hatte. Ich glaube, daß Frauen eine andere Kultur hervorgebracht hätten, so mann sie denn gelassen hätte, und ich glaube auch, daß die heute existierenden Matriarchate, die nur im Verbogenen existieren konnten, dies nicht widerspiegeln können, weil sie nicht annähernd die gleichen Entwicklungschancen hatten wie das Patriarchat. Das hat uns aber, wie Du schon sagst, zu Krieg und Zerstörung verholfen, zum Ersetzen der Geburt durch den Tod sozusagen. Shocked Sad Crying or Very sad Wenn es stimmt, daß die Patriarchate matriarchale Kultur patriarchalisiert haben auf ihrem Siegeszug, dann müßte doch der umgekehrte Weg auch möglich sein! Wir kämpfen nicht mit Waffen, sondern mit... was denn? Z.B. Verweigerung der emotionalen Unterstützung patriarchalen Verhaltens. Aber das muß konsequent sein, nicht nur ein bißchen und dann umfallen. Auch um den Preis von Trennung...da hört es bei vielen auf - verständlicherweise, wenn man sich vor Augen hält, daß oft nicht die Freiheit, sondern die Einsamkeit die Folge ist. Eben dagegen braucht es stärkere emotionale Bindung der Frauen untereinander, und das ist für viele noch ungewohnt.
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JaNkO
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BeitragGeschrieben: Mit Feb 15, 2006 9:30 am    Titel: Etwas kurzes... Antworten mit Zitat

Hallo, den eigenen Weg zu finden, bedeutet für mich den Weg seines Herzens zu folgen. Dinge die einem aus tiefsten Herzen erfüllen und erfreuen. Jedoch ist das wichtigste dabei, dass man an jenen Dingen als Mensch zu wachsen beginnt. Der Erfolg im Leben stellt sich daraufhin auch von ganz allein ein.

Gruß

JaNkO
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Tyulender
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BeitragGeschrieben: Mon Feb 27, 2006 10:14 pm    Titel: Antworten mit Zitat

@ anana: Nein, ich nehme KEINE Opferhaltung ein. Alle Versuche, etwas an meiner Situation zu verändern, scheitern. Gefühle sind oft stärker als man selbst, sie können oft genug zerstören.

Ich weiß schon einige Dinge, die für mich gut wären, obwohl diese wohl unrealistisch ein dürften. Ich habe Tagträume, in denen ich so sein kann, wie ich sein will. Was mich nur fertig macht, ist, dass ich niemals so sein kann wir ich mir das wünsche. Was soll ich da machen? Ich hänge so sehr daran. Nicht nur an den Tagträumen, sondern ich würde -hätte ich die Macht dazu- sie gerne Wirklichkeit werden lassen.

Doch ich weiß einfach nicht, was mir mein Herz sagt. Wie kann ich es wissen? Wieder das Beispiel Erfahrung? Wenn ich z. B. davon träume, eine Frau zu sein, was dann? Bilde ich mir das nur ein, oder ist es meine Realität? Schwierige Fragen. Doch so, wie ich bin, bin ich nicht glücklich.

Das ist alles, was ich weiß oder zu wissen meine. Ich denke, man kann nicht alles nur aufs Patriarchat schieben. Klar ist man richtig auf diese Welt gekommen, doch nicht immer suggeriert einem die patriarchale Umwelt, dass man "falsch" ist. Bei mir zumindest ist es so. Wenn ich meinen eigenen Körper nicht mag (und das hat mir niemand eingeredet), so ist das meine eigene Sache und ich sollte doch zusehen, etwas daran zu verändern, bis er mir endlich gefällt. Das wäre auch eine Art "Selbstbestimmung"! Wenn ich mich auch nicht umoperieren lassen will, so kann ich doch wenigstens meine Kleidung selbst wählen und mein Äußeres so gestalten, damit ich mich wohl fühle. Ich würde ja keine typische Frauenrolle annehmen, sondern mich nur vom Äußeren her so anziehen und mir einen weiblichen Namen geben. Denn (und das ist ein schon mal sehr gut) an meiner Person selbst habe ich nichts auszusetzen. Ich würde vielleicht nur meine "Frau" stehen, da ich sowieso kein "Mann" in dem gesellschaftlich definierten Muster bin, aber das ist ein anderes Thema...
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BeitragGeschrieben: Don Mar 02, 2006 5:15 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Tyulender hat folgendes geschrieben:
@ anana: Nein, ich nehme KEINE Opferhaltung ein. Alle Versuche, etwas an meiner Situation zu verändern, scheitern. Gefühle sind oft stärker als man selbst, sie können oft genug zerstören.

Ich weiß schon einige Dinge, die für mich gut wären, obwohl diese wohl unrealistisch ein dürften. Ich habe Tagträume, in denen ich so sein kann, wie ich sein will. Was mich nur fertig macht, ist, dass ich niemals so sein kann wir ich mir das wünsche. Was soll ich da machen? Ich hänge so sehr daran. Nicht nur an den Tagträumen, sondern ich würde -hätte ich die Macht dazu- sie gerne Wirklichkeit werden lassen.

Doch ich weiß einfach nicht, was mir mein Herz sagt. Wie kann ich es wissen? Wieder das Beispiel Erfahrung? Wenn ich z. B. davon träume, eine Frau zu sein, was dann? Bilde ich mir das nur ein, oder ist es meine Realität? Schwierige Fragen. Doch so, wie ich bin, bin ich nicht glücklich.

Das ist alles, was ich weiß oder zu wissen meine. Ich denke, man kann nicht alles nur aufs Patriarchat schieben. Klar ist man richtig auf diese Welt gekommen, doch nicht immer suggeriert einem die patriarchale Umwelt, dass man "falsch" ist. Bei mir zumindest ist es so. Wenn ich meinen eigenen Körper nicht mag (und das hat mir niemand eingeredet), so ist das meine eigene Sache und ich sollte doch zusehen, etwas daran zu verändern, bis er mir endlich gefällt. Das wäre auch eine Art "Selbstbestimmung"! Wenn ich mich auch nicht umoperieren lassen will, so kann ich doch wenigstens meine Kleidung selbst wählen und mein Äußeres so gestalten, damit ich mich wohl fühle. Ich würde ja keine typische Frauenrolle annehmen, sondern mich nur vom Äußeren her so anziehen und mir einen weiblichen Namen geben. Denn (und das ist ein schon mal sehr gut) an meiner Person selbst habe ich nichts auszusetzen. Ich würde vielleicht nur meine "Frau" stehen, da ich sowieso kein "Mann" in dem gesellschaftlich definierten Muster bin, aber das ist ein anderes Thema...

Dann tus doch! Zieh an was dir gefaellt. Nenn dich so, wie du magst.
Nein, das ist nicht so leicht dahergesagt - ich trag auch zeitweise Anzuege. Frauen/Lesben haben sich das schwaer erkaempft anzuziehen was sie wollen. Ich fuerchte, dass die Jungs da noch nachzuholen haben. Aber da is auch Bewegung drin, du bist also keineswegs allein mit dem Wunsch. Such im Web mal nach queeren Gruppierungen in deiner Gegend.
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BeitragGeschrieben: Don Mar 02, 2006 5:19 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Tyulender hat folgendes geschrieben:
Ein Beispiel sind doch Steuern. Auch so ein Fremdeinfluss. Wenn ich keine Steuern zahle, weil ich über meine Finanzen selbst bestimmen will, hat das Konsequenzen (man könnte es in diesem Fall auch Strafen nennen). Wenn ich aber das Gesetz brav befolge, so habe ich es zugelassen, dass andere über mich entscheiden. Beides obliegt meiner Verantwortung, würdest du jetzt sicher sagen. Aber beide Wege haben Leid zur Folge. Auf der einen Seite droht man mir Gewalt an, andererseits verleugne ich meine Überzeugungen. Wie könnte ich das denn jetzt so drehen und wenden, dass ich keinen Schaden davon tragen würde? Denn egal ob ich mich fürs Auflehnen oder Mitspielen entscheiden würde, so könnte ich mit meiner Verantwortung doch nur zwischen dem größeren oder kleineren Übel wählen. Doch wie könnte ich mich in diesem Fall vor diesem Fremdeinfluss schützen?
Du kannst die Hoehe deines Einkommen im steuerfreien Rahmen halten. Reich wirst da halt net sein. Aber es ist deine Entscheidung.
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BeitragGeschrieben: Don Mar 02, 2006 5:26 pm    Titel: Antworten mit Zitat

@ Wolfsmutter: Ja, das habe ich vor. Doch irgendwie habe ich auch ziemliche Angst davor.

Das Problem ist auch, dass mann schnell als schwul abgestempelt wird, wenn mann seine Frau steht. Aber ich denke, man muss lernen, dazu zu stehen, auch wenn andere lachen oder komisch gucken. Denn gerade das ist ja die Kunst: Zu leben so wie man mag, ohne dabei "Rücksicht" auf die blöden Kommentare zu nehmen, die dann oft folgen.

Gut finde ich jedenfalls, dass das in der heutigen Zeit möglich ist, auch wenn die gesellschaftliche Akzeptanz oft noch zu wünschen übrig lässt.

Ich habe mich schon in einem gewissen Sinn auf die Suche nach "Gleichgesinnten" gemacht. Zumindest war ich schon auf Homepages von Transsexuellen, die schreiben auch über die Sinnsuche und darüber, wie sie ihr "wahres Ich" nach langer Zeit gefunden haben. Aber danke für den Tipp! Werde zu gegebener Zeit mal nach solchen Gruppen vor Ort suchen. Wink
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BeitragGeschrieben: Don Mar 02, 2006 5:32 pm    Titel: Antworten mit Zitat

wolfsmutter hat folgendes geschrieben:
Tyulender hat folgendes geschrieben:
Ein Beispiel sind doch Steuern. Auch so ein Fremdeinfluss. Wenn ich keine Steuern zahle, weil ich über meine Finanzen selbst bestimmen will, hat das Konsequenzen (man könnte es in diesem Fall auch Strafen nennen). Wenn ich aber das Gesetz brav befolge, so habe ich es zugelassen, dass andere über mich entscheiden. Beides obliegt meiner Verantwortung, würdest du jetzt sicher sagen. Aber beide Wege haben Leid zur Folge. Auf der einen Seite droht man mir Gewalt an, andererseits verleugne ich meine Überzeugungen. Wie könnte ich das denn jetzt so drehen und wenden, dass ich keinen Schaden davon tragen würde? Denn egal ob ich mich fürs Auflehnen oder Mitspielen entscheiden würde, so könnte ich mit meiner Verantwortung doch nur zwischen dem größeren oder kleineren Übel wählen. Doch wie könnte ich mich in diesem Fall vor diesem Fremdeinfluss schützen?
Du kannst die Hoehe deines Einkommen im steuerfreien Rahmen halten. Reich wirst da halt net sein. Aber es ist deine Entscheidung.


Gibt es denn steuerfreie Rahmenbeträge? Ich kenne mich da nicht so ganz aus. Ich dachte immer, jedes Einkommen - egal wie gering es auch ausfällt - würde besteuert werden.
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BeitragGeschrieben: Don Mar 02, 2006 5:46 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Tyulender hat folgendes geschrieben:
Gibt es denn steuerfreie Rahmenbeträge? Ich kenne mich da nicht so ganz aus. Ich dachte immer, jedes Einkommen - egal wie gering es auch ausfällt - würde besteuert werden.

In Oesterreich gibt es eine Steuergrenze. Keine Ahnung ob das dort wo du lebst auch so gehandhabt wird, nehm es aber an.

Was ma halt nicht uebersehen sollte, ist dass ma trotzdem Steuern blecht, bei allem was ma ausgibt - es sei denn du lebst susistent. Das kannst du auch ein bissl eingrenzen, mit Tauschhandel oder Tauscharbeit - letztendlich is ja eigentlich jede Stunde Lebenszeit gleich viel wert - sollte ma meinen. Wink

Mich selber stoert weniger, dass es sowas wie Steuern gibt, sondern dass ich kein Mitspracherecht habe, wie sie verwendet werden.

Einen Beitrag an die jeweilige Gesellschaft halt ich prinzipiell fuer ok, aber nicht was alles damit gemacht wird.
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BeitragGeschrieben: Fre Mar 03, 2006 10:38 am    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Gibt es denn steuerfreie Rahmenbeträge? Ich kenne mich da nicht so ganz aus. Ich dachte immer, jedes Einkommen - egal wie gering es auch ausfällt - würde besteuert werden.
[/quote]
Gibt es . Es gibt einen Freibetrag, bis zu dem keine Steuern gezahlt werden müssen. Der ist sehr niedrig, aber es gibt ihn. Dürfte so auf HarztIV-Niveau liegen, Genaues weiss aber das Finanzamt.Dort gibt es auch Broschüren zur Lohnsteuer, daraus ist das auch zu entnehmen.
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BeitragGeschrieben: Mit Mar 15, 2006 6:49 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Gibt es . Es gibt einen Freibetrag, bis zu dem keine Steuern gezahlt werden müssen. Der ist sehr niedrig, aber es gibt ihn. Dürfte so auf HarztIV-Niveau liegen, Genaues weiss aber das Finanzamt.Dort gibt es auch Broschüren zur Lohnsteuer, daraus ist das auch zu entnehmen.



Der Freibetrag in Deutschland liegt bei so ca 7235 Euro pro Person.
Bis zu diesem Einkommen darf keine Steuer erhoben werden. Sehrwohl aber eventuell Sozialversicherungsabgaben.
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Die da träumen fort und fort.
Und die Welt hebt an zu singen,
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BeitragGeschrieben: Son Mar 19, 2006 1:09 am    Titel: Re: Zukunft? Antworten mit Zitat

[quote="Lancelot"]
Zitat:
Zur Selbstbestimmtheit gehört m.E. auch, Dinge zu erkennen, die nicht (sofort) geändert werden können.
Stimmt.
Zitat:
Gegen die anzurennen, ist hoffungslos, reibt einem auf.
Damit kommt man kein Stück weiter, schädigt nur sich selbst.
Zitat:
Aber man kann durchaus etwas ändern, z.B. bei der eigenen "Kindererziehung", beim Verhalten gegenüber Mitmenschen.
Der Umgang mit den Kindern ist, glaube ich, der Schlüssel zur Veränderung. Was jedoch im Moment an gesellschaftlichen Strömungen läuft, wird uns eher noch mehr Kranke bescheren, die dann entsprechend nicht in der Lage sein werden, Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen: Anstatt den Müttern die Möglichkeit zu geben, die Kinder, solange sie klein sind - also mindestens bis zum 3. Lebesjahr einschließlich - dauerhaft am Arbeitsplatz unterzubringen, um für sie jederzeit zur Verfügung zu stehen, anstatt sie nun noch früher zu trennen und fremdbetreuen zu lassen, Körpernähe zu vermeiden und so einen nie mehr auszugleichenden emotionalen Mangel im frühen Kindesalter geradezu heraufzubeschwören, wirbt nun das Familienministerium für die angebliche Befreiung der Frau, die eigentlich nichts anderes ist als ihre weitere Patriarchalisierung, sprich Unterwerfung unter patriarchale Normen und Ziele. Es gibt mittlerweile in den USA und bei uns ausreichend Untersuchungen, die klarstellen, dass die Entwicklung der Kinder hierdurch nachhaltig gestört wird. Eigentlich braucht man keine Unteruchungen, um zu begreifen, dass ein herzzerreissend weinendes Kleinkind schwer leidet, wenn es tagtäglich von seiner Mutter verlassen wird. Sind wir eigentlich verrückt geworden, so etwas zuzulassen und als Alternative hierzu nur den Rückfall in die patriarchale Klein- oder Großfamilie zu sehen? Als ob es hier nicht eine dritte, vierte und fünfte Lösung geben könnte!
Zitat:
Tatsache ist, dass es - vor allem religiöse - Normen gibt, die den Menschen in ein bestimmtes Korsett zwängen.
Ob diese Normen nicht auch bereits mit dem geschilderten Mangel zu tun haben, unter dem wir im Vergleich zu den Mitgliedern vieler Gentilgesellschaften alle auch gelitten haben: Der Unterversorgung mit körperlicher Nähe zur Mutter, die dann die Notwendigkeit eines Ersatzes bedingt: "Gott, den Allmächtigen".
Zitat:
. In der Öffentlichkeit wird dargestellt, dass die Herrschaft der Männer seit dem Tierreich besteht,
Das ist nun wirklich eine anthropomorphe Interpretation des Lebens der Tiere mit ausgesprochen unzulässigen Analogieschlüssen.
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