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Frage zur Frauensprache

 
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Eduard Schulz
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BeitragGeschrieben: Don Okt 20, 2005 4:00 pm    Titel: Frage zur Frauensprache Antworten mit Zitat

Möglicherweise oute ich mich hier als uninformiert. Vielleicht möchten Sie ja tatsächlich eine Frauensprache und keine geschlechtsneutrale Sprache verwenden. Dann erübrigt sich die Frage natürlich. Im anderen Fall würde ich gerne wissen, ob Sie auch bei unangenehmen Formen der Gleichbehandlung in der Sprache (z.B.: TäterInnen und MörderInnen) die neutrale Form verwenden. In einer Diskussion darüber entgegnete mir eine Frau, die ansonsten die neutrale Form ......erIn oder ....erInnen verwendete, bei diesen beiden Worten aber immer die männliche Form bevorzugte, dass sie, da ja die meisten Täter und Mörder ja tatsächlich männlichen Geschlechts seien, ihre Geschlechtsgenossinnen schwerlich dazu auffordern könne, aus Gründen der Gleichberechtigung mehr Straftaten zu begehen. Ich halte diese Form der Argumentation nicht für zulässig, da man ja mit dem gleichen Recht nur von Ministern oder Bürgermeistern sprechen könnte. Durch diese Argumentation ist mir die durchaus nachvollziehbare und symphatische Form der geschlechtsneutralen Verwendung der (Schrift)Sprache etwas suspekt geworden. Wie halten Sie es denn damit?
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Hannelore
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BeitragGeschrieben: Don Okt 20, 2005 4:33 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zum Beispiel:

Von den 60 800 TäterInnen, die sich am 31. März 2000 im deutschen Strafvollzug befanden, waren nur 4 % (knapp 2 400) Frauen.

Quelle: Statistisches Bundesamt.

Öffentliche Ämter und Institutionen haben mittlerweile neu zu formulieren gelernt, so dass sie das Binnen-I meist nicht verwenden müssen:

Zum Beispiel:
Von den 60 800 Personen, die sich am 31. März 2000 im deutschen Strafvollzug befanden, waren nur 4 % (knapp 2 400) Frauen.

Ich persönlich verwende das Maskulinum bzw. das Femininum, wenn ich weiß, dass es sich nur um Männer bzw. nur um Frauen handelt. Wenn ich es nicht weiß, verwende ich das Binnen-I.

Wenn ich von den drei Männern in der Zeitung lese, die gestern in der Bank sieben Geiseln erschossen haben, dann sage ich etwa "Die Mörder sind ziemlich schnell von der Polizei geschnappt worden."

Wenn drei Frauen sieben Geiseln erschießen, rede ich von Mörderinnen. Wenn ich nicht weiß, wer die BankräuberInnen waren, kommt schriftlich das Binnen-I zum Einsatz, das in gesprochener Rede gesplittet werden muss. So wie es die Politiker mit "Wählerinnen und Wähler" machen.

Mir geht es darum, dieses "Mitmeinen" zu vermeiden, egal, ob es sich um weibliche oder männliche Personen handelt. Und diese Unsicherheit: waren jetzt Frauen dabei, wenn es Köche heißt, oder nicht?

Hannelore
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Eduard Schulz
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BeitragGeschrieben: Don Okt 20, 2005 4:58 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank, dass Sie so schnell geantwortet haben
Bin nur durch Zufall auf dieses Thema und diese Sites gestoßen. Finde Ihre Einstellung, sofern ich das richtig verstanden habe, die Sprache bewusster zu verwenden, sehr löblich - na ja, auf mein Lob haben Sie sicherlich sehnlichst gewartet :-))
Liebe Grüße und viel Erfolg

Eduard

Ach und noch was, das Indefinitpronomen "man", das ich in meinem ersten Beitrag verwendet habe ist m.E. kein Ausdruck einer eventuell vorhandenen diskriminierenden Haltung von mir. Es mag Menschen geben, die es für wichtig halten hier eine Unterscheidung zu treffen, da es ja anscheinend in seinem ganz ganz ursprünglichen Sinn wohl ein Wörtchen war, das rein männlich besetzt war. Diese Haltung muss ich respektieren. Da ich es jedoch tatsächlich als "Indefinit"pronomen verwende, sehe ich darin nichts Diskriminierendes. Vermutlich wurde jedoch dieses Thema bereits an anderer Stelle ausführlich diskutiert. Wenn ich also langweile, dann verzeiht mir bitte, bin halt sehr neu und hab noch nicht alles gelesen.
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Hannelore
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BeitragGeschrieben: Don Okt 20, 2005 7:23 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Artikel über das Wörtchen "man". thumbup
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BeitragGeschrieben: Don Dez 08, 2005 7:29 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hm schon interessant, hätte ja auch sein können, dass das Wort mit der zeit auch hätte so heissen können: ..mann....
ist aber auch in der Schrift bei EINEM "n" geblieben ich denke alleine das sorgt schon dafür das sich die meisten (extrem-feministinnen oder auch Frauenrechtskämpfer) sich heutzutage nicht darüber beschweren, gut das es jetzt eine erklärung dazu gibt.
ich persönlich verwende das "man" nämlich recht häufig, man assoziiert es ja mittem IM gespräch auch grundsätzlich als neutral, das heisst man denkt da automatisch nicht an MANN
interessant ist wenn "man" mal darauf achtet und mitten im Satz MANN verwendet, das versteht man beim ersten nachdenken oft falsch wenn tatsächlich ein männliches Wesen gemeint ist, muss MAN mal drauf achten.
Gibt da allerdings auch eine Ausnahme die ich recht amüsant finde:
Wenn ein Streit läuft der etwas geschlechtsbezogen ist weiß jede Person sofort welche Art von man/Mann gemeint ist...
recht interessant *g*

achja: ich bin mal wieder da, war länger weg Wink
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