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Kriege im Matriarchaten?

 
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Anukhet
Talkative
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Anmeldungsdatum: 10.12.2004
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BeitragGeschrieben: Mit Apr 13, 2005 4:41 pm    Titel: Kriege im Matriarchaten? Antworten mit Zitat

Ich hatte kürzlich eine interessante Diskussion. ein Bekannter meinte, dass es viele Kriege unter matr. sippen und "Staaten" gab.
Als Beispiel nannte er Sparta (gynokratisch)-Athen; sowie die Amazonen.
Zitat:
Zitat:
» In einem echten gäbe es überhaupt keine Kriege.

Ich spiel heut mal den Spielverderber. ;)

Es gab Krieg sehr wohl auch im Matriarchat, behaupte ich. Sie hatten aber einen andere Zweck als wir das heute verstehen.

Zunächst mal, was machst Du mit den griechischen Amazoninen? Waren das Kriegerinnen? Was machst Du mit den Frauen, die in einer sehr wahrscheinlich matriarchalen Kultur am Amazonas lebten, um ein durchfahrendes spanisches Schiff angriffen, nachdem dessen Besatzung versucht hatte, einige von ihnen zu fangen?
Die Spanier haben sie als Amazoninnen verstanden und nach denen den Fluß benannt.

Das andere. In matriarchalen Kulturen muss es einen Umgang mit Agression als menschliche Verhaltensweise gegeben haben. Aggression ist ein notwendiger Bestandteil menschlichen Lebens und auch in einer früheren Kultur waren die Menschen darauf angewiesen, Auseinadersetzungen zu führen. Du kannst aber keine Löwen abwehren, wenn Du in Friede und Freude vor Dich hintriefst. Du musst Dich dem Kampf stellen.

Dies gilt vor allem auch für Männer, deren Aufgabe - weil sie nun mal als Individuem zur Arterhaltung weniger wichtig sind - eben das Riskiewren des Lebens war. Ich sage nciht, dass nicht auch Frauen das getan haben. Für spätere Kulturen sind bewaffnete, kämpfende Frauen ja auh nachgewiesen.

Wenn Du aber akzeptierst, dass es Aggression gibt, muss jede Gesellschaft einen Weg finden, damit umzugehen. Dazu gab es infrüheren Kulturen oft sehr heftige Initiationsriten und Auisbildungen, die wir heute aus unserer eher doch gemäßigten Perpekstive als grausam ud unmenschlich empfinden. Zu diesen Riten geghört auch der Kampf von Männerguppen gegeneinander.

Dies zunächst als Übungsfeld für die jüngeren Krieger. Später aber auch ganz in real, denn jede noch so gute Übung kann die Realität, die tatsächliche Gefahr nicht ersetzen.

Diese Kriege waren keine Kämpfe um Land, Macht ... Sie dienten der persönlichen Entwicklung. Teilweise wurden aus ihnen unter sich ändernden Voraussetzungen tatsächliche Kriege, in denen Menschen starben.

Diese frühe Form der Krieges = des Lernens zum Thema Tod, Angst, Aggression hatte klare Regeln, klare Grenzen. Auch für spätere nicht mehr matriarchale Kulturen, in denen rituelle Kriege geführt wurden, galten lange Zeit Regeln, die z.B. den Tod des Feindes ausschlossen. In Afrika, Australien, Amerika oder Südostasien gab es solche Auseinandersetzungen noch bis zum Eintreffen der EuropäerInnen.

Die Frage ist doch eher, welchen Umgang haben die Kulturen mit dem Thema Aggression gefunden. Und da scheinen mir die matriarchalen einen etwas gesünderen zu haben, als wir heute. Nur wie sie das gemacht haben, wissen wir nicht, insofern ist vieles zum Thema Krieg nach wie vor Spekulation. Für eine der südostasiatischen Kulturen ist nachgewiesen, das sie ihre Kriege mit Peitschen ausgetragen haben. Diese hinterlassen schmerzhafte, auch dauerhafte Wunden aber sind extrem selten tödlich. Sone Peitsche verottet aber. Was´n wenn hier der gleiche Denkfehler gemacht wird, wie bei den frühen ArchäologInnen, die meinten, es gab nur die Jagd als Lebensgrundlage, weil die Beutel und Netze zum Sammeln längst nicht mehr existieren?"



Was sagt ihr dazu? Ich dachte bis heute, dass Sparta sehr frauenverachtend war, und nicht matr.., Außerdem sind die amazonen ein schlechtes beispiel, da deren krieg nur der erhaltung ihrerselbst diente:
(Antwort einer weitern Person)

Zitat:


» Es gab Krieg sehr wohl auch im Matriarchat, behaupte ich. Sie hatten aber
» einen andere Zweck als wir das heute verstehen.
»

Der Übergang vom Matriarchat zum Patriarchat vollzog sich nicht überall gleichzeitig. Die Frauen waren gewarnt und wussten sich zu wehren. Was kriegerische Männer konnten, konnten Frauen in Matriarchaten genauso. Was blieb ihnen anderes übrig.

Sparta blieb bis zu seinem Untergang eine Gynokratie. Es wiederlegt zugleich jene Vermutung, dass Männer unter Frauenherrschaft verweichlichen und bei kriegerischen Auseinandersetzungen ihren Mann nicht stehen. In den meisten Frauenreichen lag das Militärwesen in Männerhänden.
Durch die ganze griechische Geschichte zieht sich der Gegensatz Athen-Sparta. Das war vor allem der Gegensatz Frauen - Männerherschaft. Und wer als Spartanerin und Spartaner wusste wie miserabel die Herren von Athen ihre Frauen und Mädchen behandelten, der schwor sich einen nie erlahmenden Kampf gegen jede Überfremdung mit athenischem Lebensstil.


» Die Frage ist doch eher, welchen Umgang haben die Kulturen mit dem Thema
» Aggression gefunden. Und da scheinen mir die matriarchalen einen etwas
» gesünderen zu haben, als wir heute. Nur wie sie das gemacht haben, wissen
» wir nicht, insofern ist vieles zum Thema Krieg nach wie vor Spekulation.

Dazu nochmals zurück zum minoischen Matriarchat. Der beliebteste und gefährlichste minoische Sport war das Stierspringen.
Ein atemberaubendes Fresco im Palast von Knossos zeigt eine Frau die einen mächtigen Stier bei den Hörnern gepackt hat und bereits in der Luft schwebt; ein männlicher Akrobat hat gerade über das Tier hinweggesetzt und stützt sich mit beiden Händen auf seinem Rücken ab. Hinter dem Stier steht eine zweite Frau. Sie versucht, dem Springer mit ausgestreckten Armen Hilfestellung zu geben. Bestimmt kam es bei diesen Auftritten auch zu tödlichen Unfällen.

Um 1450 v. Chr. schwächte eine Naturkatastophe die Inselbevölkerung. Ein explodierender Vulkan auf der Insel Thera(Santorin) löste eine 60 Meter höhe Flutwelle aus.
dies nützten die Mykener und eroberten die Insel. Das bedeutete den Untergang der minoischen Kultur. Die Mykener wurden dann ihrerseits um 1100 von den Dorern einem matriarchaischen Volk besiegt. Die Dorer (von der Mondgöttin Dora) wurden dann später nach ihrer _Stadt Spartaner genannt.

nun hoffe ich auch für dich genügend um kriegerischen Ausgleich gesorgt zu haben.

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Hannelore
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BeitragGeschrieben: Mit Apr 13, 2005 7:22 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Über die Amazonen gibt es hier schon eine Diskussion:
http://forum.hannelore.org/viewtopic.php?t=207&highlight=amazonen

Und zu Sparta:
Inwiefern war Sparta matriarchal?

Es hat keinen Sinn, mit Leuten über das Matriarchat zu diskutieren, die nicht wissen, was das ist.

Schick solche Diskussionspartner zur Wikipedia (Matriarchat), dort ist ein guter Artikel über das Matriarchat. Steht alles drin, was es ist und was nicht.
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