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Kriege sind Verschwendung

 
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Tyulender
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BeitragGeschrieben: Son Feb 13, 2005 6:14 pm    Titel: Kriege sind Verschwendung Antworten mit Zitat

Mir ist vor einiger Zeit bewusst geworden, dass Kriege nicht nur grausam und sinnlos sind (und zudem mit fortschreitender Kriegstechnologie immer verheerender werden), sondern auch eine erhebliche Verschwendung von Menschenleben, Kriegsmaterial und finanziellen Mitteln darstellen!

Ein Beispiel: Eine griechische Hoplitenphalanx besteht aus tausenden von Männern und gleichzeitig ebenso vielen Rüstungen, Schilden und langen Speeren. Sie sehen sich einer Armee von Persern gegenüber und jeder einzelne griechische Soldat wartet nur darauf, es im Nahkampf mit möglichst vielen Persern aufnehmen zu können. Doch bevor es zum Nahkampf kommt, fallen schon etliche Kämpfer durch die gegnerischen Bogenschützen, und mit ihnen werden in einem gewissen Sinne auch ihre Ausrüstung zunichte gemacht, d. h. sie nützen den Toten und Verwundeten schon nichts mehr - vielleicht höchstens noch dem Feind. Obwohl also alle Männer für den Nahkampf ausgerüstet sind, werden viele schon vorher getötet und bekommen gar nicht erst die Gelegenheit, ihr "Können" unter Beweis zu stellen.

Ein zweites Beispiel: Im 18. Jahrhundert kämpfte man in Reihen und schoss jeweils abwechselnd Salven auf den Feind. Die vorderste gegnerische Reihe, die getroffen wurde, fiel, und es war eigentlich völlig sinnlos, diese noch mit aufwendigen Uniformen und Gewehren und Munition auszustatten, da sie sowieso als erste sterben würden.

Ein drittes Beispiel: Im amerikanischen Bürgerkrieg kämpfte man hinter Zäunen oder in geschütztem Gelände. Ein Schütze schießt nun auf einen Gegner und erledigt ihn. Er wird vielleicht noch ein paar weitere Schüsse abfeuern, bevor er selbst getötet wird. Seine Munition und sein Gewehr nützen ihm da nicht mehr viel, es sei denn wiederum dem Feind. Doch es bleiben am Ende immer noch genügend Munition und Gewehre, also Kriegsmaterial übrig, das nicht benutzt wurde.

Im Allgemeinen lässt sich sagen: Die erst aufwendig hergestellten und dazu oftmals noch kunstvoll hergestellten Rüstungen, Waffen und vieles mehr werden teilweise für nichts und wieder nichts hinausgeschleudert, hinzu kommen noch Unsummen für deren Herstellung, also der Rüstungsindustrie. Die Männer, die ihr Leben lassen müssen für die völlig verklärten Ideologien des Krieges, erleben meistens nur eine Schlacht mit. Danach sind sie endweder tot oder sie sind so stark verwundet, dass sie nicht mehr "diensttauglich" sind und daher "ausgewechselt" werden müssen. Frische Kräfte, also den Nachschub, brauchen die Heeresleitungen ja, um den Krieg aufrecht zu erhalten. Was sich so hart und brutal anhört, ist jedoch bittere Realität!

Mir ist wirklich unverständlich, warum der Krieg in die Welt kam. Genügte den frühen Herrschern alsbald die Unterdrückung ihres "eigenen" Volkes nicht mehr, und sie mussten auch noch andere Völker unterwerfen. Oder war es vielleicht so, dass sie sich mit anderen frühen patriarchalen Herrschen messen wollten. Oder könnte es vielleicht sein, dass sie irgendwann das "Abenteuer" suchten?

Ich kann mir auf all das keinen wirklichen Reim machen. Vielleicht kann mir ja jemand von euch das erklären?
Schöne Grüße,
Tyulender
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Tyulender
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BeitragGeschrieben: Sam Mar 05, 2005 10:39 am    Titel: Kriege als Kunst Antworten mit Zitat

Ich glaube, Kriege wurden ja nicht nur zu dem Zweck geführt, fremde Länder, Städte oder Menschen zu unterwerfen, sondern vielleicht auch wegen des Kampfes an sich. Viele Militärführer - so könnte ich es mir vorstellen - haben im Laufe der Geschichte Krieg auch als "Kunst" angesehen.

So z. B. die Römer mit ihrer wohl "genialen" Heeresstruktur, Disziplin und Ausbildung, obwohl sie die Waffen und die Ausrüstung größtenteils von den verschiedenen Nachbarvölkern quasi kopiert haben (ich habe ein Buch mit dem Titel "Die Legionen Roms"). Aber auch die ostasiatischen Völker wie z. B. die Chinesen und Japaner entwickelten eine Kriegskunst, die sie anderen Völkern militärisch überlegen machten. Schon früh, also im Kindesalter, wurde darauf geachtet, den Jungen möglichst viel "Wissen" mit auf den Weg zu geben, das sie dann, wenn es zur "Praxis" kam, anwenden konnten.

Mich interessiert die Militärgeschichte, ich habe auch ein paar Bücher darüber; doch das soll nicht heißen, dass ich Kriege in irgendeiner Form gut heiße!

Ich bin mir ziemlich sicher, dass man für die matriarchalen Forschungsarbeiten auch ein gewisse Vorstellung von und genügend Wissen über Kriege haben muss, da dies auch eine Form von Aufklärungsarbeit in bezug auf die matriarchale Lebensweise sein kann, die ja keinen Krieg kennt. Somit können wir, wie du schon sagtest, Hannelore, viel von den Naturvölkern lernen.

Krieg umgibt uns und ist allgegenwärtig, und sei es auch "nur" ein wirtschaftlicher Krieg. Denn die Unternehmen konkurrieren beispielsweise miteinander, und Konkurrenz ist auch eine Form von Krieg, wenn sie sich gegen andere Menschen richtet und auf Kosten von Menschen und zu Lasten der Natur geht.

Könnte man nicht sagen, dass wirtschaftlicher Wettbewerb auch eine Form von "Kriegskunst" ist?

Schönen Gruß,
Tyulender
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