Forum HUMANS Foren-Übersicht Forum HUMANS
Über die Qualität des Zusammenlebens
Archiv des Forums von Hannelore Vonier
 
     SuchenSuchen   MitgliederlisteMitgliederliste   BenutzerInnengruppenBenutzerInnengruppen 
 Ihr ProfilIhr Profil   Private Nachrichten lesenPrivate Nachrichten lesen   LoginLogin 



Gleichberechtigung
Gehe zu Seite 1, 2  Weiter
 
Dieses Forum ist gesperrt, Sie können keine Beiträge editieren, schreiben oder beantworten   Dieses Thema ist gesperrt, Sie können keine Beiträge editieren oder beantworten    Forum HUMANS Foren-Übersicht -> Patriarchat/Matriarchat - kein Gegensatz
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  

FeministInnen kämpfen um Gleichberechtigung. Hälst du das für sinnvoll?
Ja.
54%
 54%  [ 12 ]
Nein.
40%
 40%  [ 9 ]
Bin mir nicht im Klaren darüber.
4%
 4%  [ 1 ]
Stimmen gesamt : 22

AutorIn Nachricht
Hannelore
Wandlungsnatur


Anmeldungsdatum: 04.05.2002
Beiträge: 384
Wörter: 76,584
Wohnort: Kissimmee, Florida
112 Sterntaler
876 Blumen

BeitragGeschrieben: Mon Jun 17, 2002 1:19 pm    Titel: Gleichberechtigung Antworten mit Zitat

Diesen Beitrag habe ich kurz vor dessen Schließung aus einem anderen Forum übernommen und möchte ihn hier zur Diskussion stellen: 8)


    von Hannelore am 8.Nov.2000 02:24

    Tabasco schreibt:
    > Für einmal muss ich Dir widersprechen.

    Smile))))

    > Du schriebst:
    > Welche Frau will denn Gleichberechtigung?
    > Welche zwei Menschen sind denn gleich? Ein
    > System, das nicht die persönliche
    > Individualität respektiert und dafür
    > Freiraum schafft, kann ich nur ablehnen.

    >Ich bin eine Frau und ich will >Gleichberechtigung. Gleiche Rechte. Nicht >mehr und nicht weniger.

    Ich nehme mal an, du meinst "gleiche Rechte wie die Männer". Das heißt, du orientierst dich an der männlichen Norm, oder?
    In die von Männern definierten und aufgebauten Sozialstrukturen willst du dich nahtlos einfügen dürfen, so wie es Männer dürfen.
    Ich denke, dass die Vorstellung von der Gleichberechtigung der Frau alles andere meint, nur nicht die gleiche Berechtigung von Frau und Mann. Eher dient sie der vordergründigen Befriedigung weiblicher Bedürfnisse. In Wirklichkeit steckt dahinter männliche Interessenpolitik. Solange die Frau sich einbildet, sie habe die gleichen Rechte wie der Mann, kommt sie meistens gar nicht auf die Idee, nach ihren wahren Interessen zu forschen.
    Die wenigsten Frauen verlangen danach, IHRE Rechte selbst zu formulieren, die möglicherweise ganz anders sind als jene, die der Mann sich zugesprochen hat und praktiziert.
    Ich verlange zum Beispiel ein Recht auf reine Luft, giftfreies Wasser und eine unbeschädigte Natur... Was nutzt mir da Gleichberechtigung mit dem Mann, der das gar nicht einfordert? Oder wie sähe ein von Frauen entworfenes Grundgesetz aus? Ganz zu schweigen von militärischen und anderen politischen "Notwendigkeiten".

    >Gleiche Rechte auf Bildung, auf ein menschenwürdiges Leben, auf soziale Sicherheit, auf medizinische Versorgung, auf die Freiheit vor Gewalt, und so weiter und so fort. Das ist mitnichten dasselbe wie Gleichheit.

    Doch es ist Gleichheit: gleich mit den Anforderungen von Männern.
    Du verstehst aber was ganz anderes unter einem menschenwürdigen Leben als das patriarchale System, das verantwortlich für die Gesetze ist, sonst hätten die Männer ein menschenwürdiges Leben in deinem Sinn. Glaubst du, dass sie das haben?
    Haben Männer die Freiheit vor Gewalt? Mitnichten, aber sie fordern dieses Recht auch nicht ein.
    Du als Frau forderst es ein. Wenn du gleichberechtigt sein willst, dann solltest du das bleiben lassen.

    >Die Ungleichheit der Rechte fängt dort an, >wo Frauen nicht erwähnt werden, nicht der >Erwähnung wert sind.

    In der Abtreibungsfrage werden Frauen sogar überproportional erwähnt! Die ganze Männerwelt stellt bei dem Thema Geburtenregelung die Frau in den Mittelpunkt.

    Der Punkt ist, dass zu keiner Zeit davon ausgegangen wurde, dass Gleichberechtigung meinen könnte, dass Frauen das gleiche Recht hätten wie Männer, eigene Rechtsvorstellungen zu formulieren und für sich selbst durchzusetzen.
    Auf der Rechtsebene dürfen Frauen sich lediglich in von Männern Vorgezeichnetes integrieren lassen.
    Genau wie Männer haben sie das Recht, die Umwelt zu verpesten.

    Auf diese Gleichberechtigung, die sich ja nur auf männliche Standards beziehen kann, pfeife ich.

_________________
Rette sich, wer kann! Blog von Hannelore Vonier
BenutzerInnen-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieser/s Benutzerin/s besuchen
Webbi
Just stumbled in
Just stumbled in


Anmeldungsdatum: 07.08.2002
Beiträge: 6
Wörter: 0

27 Sterntaler
19 Blumen

BeitragGeschrieben: Mit Aug 07, 2002 10:24 pm    Titel: Re: Gleichberechtigung Antworten mit Zitat

Hi,

> Ich nehme mal an, du meinst "gleiche Rechte wie die Männer". Das heißt, du orientierst dich an der männlichen Norm, oder?

Nein. Muss es das heissen? Muss man gleich Polarisierung annehmen?

> In die von Männern definierten und aufgebauten Sozialstrukturen willst du dich nahtlos einfügen dürfen, so wie es Männer dürfen.

Diese Sozialstrukturen wurden unter anderem vom BDF mit aufgebaut. Nur so zur Information.

> Ich denke, dass die Vorstellung von der Gleichberechtigung der Frau alles andere meint, nur nicht die gleiche Berechtigung von Frau und Mann.

Ich denke, dass die Vorstellung der Gleichberechtigung der Frau alles andere meint, als das, was man auf hannelore.org lesen kann. Die Verteufelung des Männlichen mag ein Privatproblem des Autors sein, hat hat mit Gleichberechtigung kaum was zu tun, da dies bereits paradox ist.

> Eher dient sie der vordergründigen Befriedigung weiblicher Bedürfnisse. In Wirklichkeit steckt dahinter männliche Interessenpolitik.

In Wirklichkeit steckt dahinter die völlige Verantwortungsabschiebung jener Frau für ihre eigenen Handlungen, Gedanken, Taten, die so argumentiert.

> Solange die Frau sich einbildet, sie habe die gleichen Rechte wie der Mann, kommt sie meistens gar nicht auf die Idee, nach ihren wahren Interessen zu forschen.

Es geht sicher nicht um einbilden. Es geht um Nachdenken.

> Die wenigsten Frauen verlangen danach, IHRE Rechte selbst zu formulieren, die möglicherweise ganz anders sind als jene, die der Mann sich zugesprochen hat und praktiziert.

Der Feminismus hat in 30 Jahren keine ordentlichen Rechte formuliert, weil er regelmässig in den Konflikt kommt, nicht zu wissen, was eigentlich die aktuell erwünschten Rechte sein sollen.

> Ich verlange zum Beispiel ein Recht auf reine Luft, giftfreies Wasser und eine unbeschädigte Natur...

Wenn Du gleichzeitig Dein Recht wahrnimmst, Deine Unterkunft im Wald aus Blättern und Hölzern zu bauen? Aber in der Wohnung sitzt es sich gut, warm, und ohne dabei was wissen zu wollen, was die Welt schädigt, nicht wahr?

> Was nutzt mir da Gleichberechtigung mit dem Mann, der das gar nicht einfordert?

Warum benutzt Du einen Ofen, eine Heizung, wenn diese doch die Luft verschlechtern?

> Auf diese Gleichberechtigung, die sich ja nur auf männliche Standards beziehen kann, pfeife ich.

Auf soviel Rosarot im Weltbild auch. "Ihr" wisst nicht mal, wie "Eure" Standars aussehen sollen, habt keine realistischen Formulierungen, wollt ein warmes Heim, beschwert euch aber über Luftverschmutzung, wollte nicht in der Hecke verschwinden, sondern auf die Toilette gehen, beschwert Euch aber über schmutziges Wasser -- führwar, Ihr müsst unglücklich sein in Eurer rosaroten Welt voller Missgunst, Antriebslosigkeit, Unentschiedenheit, Unentschlossenheit und weiss der Teufel noch was ...

ciao
BenutzerInnen-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Hannelore
Wandlungsnatur


Anmeldungsdatum: 04.05.2002
Beiträge: 384
Wörter: 76,584
Wohnort: Kissimmee, Florida
112 Sterntaler
876 Blumen

BeitragGeschrieben: Don Aug 08, 2002 4:24 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Gerade im Internet gefunden:

    Liebster, bedenke,
    wenn Du mir die drei K's zuweist
    - Kueche, Kinder, Kirche -,
    tja, dann handelst Du Dir automatisch
    die drei A's ein:
    Arbeit, Aerger, Abstinenz.
    WILLST DU DAS?

Twisted Evil
_________________
Rette sich, wer kann! Blog von Hannelore Vonier
BenutzerInnen-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieser/s Benutzerin/s besuchen
Webbi
Just stumbled in
Just stumbled in


Anmeldungsdatum: 07.08.2002
Beiträge: 6
Wörter: 0

27 Sterntaler
19 Blumen

BeitragGeschrieben: Don Aug 08, 2002 4:32 pm    Titel: Antworten mit Zitat

[quote="Hannelore"]Gerade im Internet gefunden:

[color=indigo][list][b]Liebster, bedenke,
wenn Du mir die drei K's zuweist
- Kueche, Kinder, Kirche -,
tja, dann handelst Du Dir automatisch
die drei A's ein:
Arbeit, Aerger, Abstinenz.
WILLST DU DAS?[/b][/list][/color]
Twisted Evil[/quote]

Sieht so Deine Argumentation aus? Bei der kleinsten Kritik abschalten? Nicht imstande, darauf einzugehen? Wünsche fordern, ohne sich den Kopp zu machen, was die Konsequenzen sind? Pippi Langstumpf war da emanzipierter.
BenutzerInnen-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Hannelore
Wandlungsnatur


Anmeldungsdatum: 04.05.2002
Beiträge: 384
Wörter: 76,584
Wohnort: Kissimmee, Florida
112 Sterntaler
876 Blumen

BeitragGeschrieben: Fre Aug 23, 2002 1:35 pm    Titel: Antworten mit Zitat

    In unserer Sprache gibt es keinen Ausdruck für "Es tut mir leid".
    Das ist der Grund, warum kluge Indianer oft nicht zu viel sagen, und einige weiße Leute missverstehen das eventuell als Dummheit. Aber uns wurde beigebracht, nicht zu schnell zu sprechen, außer wenn wir uns sicher sind, über das was wir sagen wollen, denn Worte können wie Waffen sein, sie können verletzen. Der weiße Mann hat viele Worte für "Es tut mir leid".

    - SONNY BILLIE
    Seminole Medicine Man, Florida
BenutzerInnen-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieser/s Benutzerin/s besuchen
Hannelore
Wandlungsnatur


Anmeldungsdatum: 04.05.2002
Beiträge: 384
Wörter: 76,584
Wohnort: Kissimmee, Florida
112 Sterntaler
876 Blumen

BeitragGeschrieben: Fre Aug 23, 2002 2:17 pm    Titel: Die Ärmsten der Armen zahlen für die Reichen Antworten mit Zitat

Zitat:
> Ich verlange zum Beispiel ein Recht auf reine Luft, giftfreies Wasser und eine unbeschädigte Natur...

Wenn Du gleichzeitig Dein Recht wahrnimmst, Deine Unterkunft im Wald aus Blättern und Hölzern zu bauen? Aber in der Wohnung sitzt es sich gut, warm, und ohne dabei was wissen zu wollen, was die Welt schädigt, nicht wahr?

> Was nutzt mir da Gleichberechtigung mit dem Mann, der das gar nicht einfordert?

Warum benutzt Du einen Ofen, eine Heizung, wenn diese doch die Luft verschlechtern?


shake

Der frühere Umweltminister Klaus Töpfer leitet das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (Unep). Ich zitiere ihn hier:

...Zweifellos ist auch der Zustand der Umwelt in den hochentwickelten Industrieländern besser geworden. Katalysatoren in Autos verringern deutlich die Stickoxide. Und im Vermeiden und Recyceln von Abfällen ist der Weg aus der Wegwerfgesellschaft mit der intensiven Unterstützung aller Bürger möglich gewesen.
Weitere Beispiele ließen sich aufführen. Diese Fortschritte finden jedoch in der globalen Betrachtung keine Entsprechung. Der "ökologische Fußabdruck" der Industrieländer, also die Abwälzung von Konsum- und Produktionskosten auf andere Regionen der Welt oder auf die Zukunft ist nicht kleiner, sondern eher größer geworden.

Die Emissionen von CO2, des Treibhausgases Nummer eins, steigen weltweit kontinuierlich weiter, der Klimawandel ist nicht mehr bedrohliche Prognose, sondern für viele Menschen bereits bittere Realität. Gletscher schmelzen, der Permafrostboden in der Arktik schwindet, Stürme, Dürreperioden sowie sintflutartige Niederschläge nehmen an Zahl und Intensität zu.
Nach wie vor sterben täglich bis zu 6000 Menschen, vornehmlich Kinder, an verseuchtem Wasser.

Dies alles ist nicht Horrorszenario, sondern Alltag in unserer globalisierten Welt und in einer Zeit, die wie keine andere zuvor über all die Ressourcen verfügt, derartige Fehlentwicklungen zu vermeiden.

Noch nie dagewesene Entwicklungen im Bereich neuer Technologien, das Heranwachsen einer jungen Generation mit klarem Sinn, Optimismus, Solidarität und Wertvorstellungen, Frauen, die zunehmend selbstbewusster ihre Rolle in der Gesellschaft aktiv und umfassend wahrnehmen: all dies deutet hin auf die Entwicklung eines neuen Bewusstseins.

Damit ist nicht nur meine Erwartung an den Gipfel, sondern auch die Verpflichtung aller Staats- und Regierungschefs auf den entscheidenden Punkt reduziert: Es fehlt nicht an Visionen und Erklärungen, es fehlt nicht an technischen und materiellen Ressourcen.

Was fehlt, ist der gemeinsame Wille zum entschlossenen Handeln.

Gesamter Artikel in der SZ


Eine Handvoll Männer, die die Macht besitzen, WOLLEN NICHTS ÄNDERN!

Und sie werden von allen unterstützt, die sich nicht gegen das Patriarchat wenden, von denen, die noch nicht mal darüber nachdenken, in welcher Sch... sie eigentlich sitzen.
Wenn ich meine Klimaanlage einschalte (ich habe keinen Ofen), dann unterstütze ich nicht das Patriarchat, sondern mein Wohlbefinden und das ist NICHT, was das Patriarchat will! Im Gegenteil: Menschen denen es gut geht, die zufrieden sind, lassen sich weder manipulieren noch ausbeuten.
ICH lasse mich nicht ausbeuten.

Hannelore
_________________
Rette sich, wer kann! Blog von Hannelore Vonier
BenutzerInnen-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieser/s Benutzerin/s besuchen
Webbi
Just stumbled in
Just stumbled in


Anmeldungsdatum: 07.08.2002
Beiträge: 6
Wörter: 0

27 Sterntaler
19 Blumen

BeitragGeschrieben: Fre Aug 23, 2002 2:24 pm    Titel: Antworten mit Zitat

> In unserer Sprache gibt es keinen Ausdruck für "Es tut mir leid".

Es gibt in dieser Sprache allerdings ausreichende Pedants für eine Pauschalisierung jenes Ausdruckes.

> Das ist der Grund, warum kluge Indianer oft nicht zu viel sagen, und
> einige weiße Leute missverstehen das eventuell als Dummheit.

Kluge Indaner wissen allerdings, wann sie etwas sagen müssen, um nicht ihr Gesicht zu verlieren. Kluge Indiander haben eine Moral hinter ihren wenigen Aussagen.

> Aber uns wurde beigebracht, nicht zu schnell zu sprechen, außer wenn
> wir uns sicher sind, über das was wir sagen wollen, denn Worte können
> wie Waffen sein, sie können verletzen. Der weiße Mann hat viele Worte
> für "Es tut mir leid".

Wenn ich mir die Beschreibung der Schuldsuche für ein oder dieses, oder auch jenes, Weltsystem auf Deinen Seiten anschaue, hat das Patriarchat manchen Frauen vor allem eines nicht beigebracht - wenn man denn schon so opferisierend argumentieren will: Es fehlt an der Selbstkritik, am Willen zum Realismus, welcher ihn ändern kann. Es fehlt an der Fähigkeit, statt sinnbefeite Schuldverteilung den Mut zu zeigen, sich selbst zu betrachten und was man tun kann, um zu erreichen, was man selbst will und wofür man sich selbst gut genug hält. Unzufriedenheiten mit allseits bekannten Abwertungen eines synonymen Schuldobjektes zu kompensieren, hat etwas mit der Unfähigkeit zur Selbstkritik zu tun, aber sicher nicht mit Opferdasein oder Unschuldigkeit.

Ich weiss, wenn man Sündenböcke findet, lebt es sich leichter mit dem, was gern erreichen will, aber nicht zustande bringt. Dann hat man immer einen Grund, warum man es nicht zustande bringt. Der wahre Grund liegt jedoch in jedem selbst. Jeder ist für seien Gedanken selsbt verantwortlich.

grüsse
michael
BenutzerInnen-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Webbi
Just stumbled in
Just stumbled in


Anmeldungsdatum: 07.08.2002
Beiträge: 6
Wörter: 0

27 Sterntaler
19 Blumen

BeitragGeschrieben: Fre Aug 23, 2002 2:30 pm    Titel: Re: Die Ärmsten der Armen zahlen für die Reichen Antworten mit Zitat

[quote="Hannelore"][quote]> Eine Handvoll Männer, die die Macht besitzen, WOLLEN NICHTS ÄNDERN!

Du scheinst nicht verstanden zu haben, was ich aussagen wollte.

Die Aussage ist, solange man selbst nicht aktiv ändert, kann man alles fordern, einfordern und verlangen. Statt einer sinnigen Seite, auf der der Mann als das Übel der Welt dasteht, um die emotionale Plastekugel einer hilflosen Frau etwas Glanz zu verhelfen, wäre Konstruktives sinnvoller.

Es gibt Frauen, die reden viel, schreiben viel, finden viele Schuldigen, wollen wisse, wie der Hase läuft, und tun gar nichts. Es gibt auch Frauen, die reden nicht viel, sondern tun. Mir gefallen letztere um Welten besser.


grüsse
michael
BenutzerInnen-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Carlos
Insider
Insider


Anmeldungsdatum: 23.08.2002
Beiträge: 16
Wörter: 2,252

27 Sterntaler
96 Blumen

BeitragGeschrieben: Fre Aug 23, 2002 8:03 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Du scheinst nicht verstanden zu haben, was ich aussagen wollte.


Ich hab keine Ahnung was Hannelore verstanden hat, aber ich habe nix von dem verstanden was du schreibst. Möglicherweise liegt es daran, dass du dich nicht verständlich machen kannst? :criticbad
_________________
Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten.
- Johann Peter Eckermann
BenutzerInnen-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Hannelore
Wandlungsnatur


Anmeldungsdatum: 04.05.2002
Beiträge: 384
Wörter: 76,584
Wohnort: Kissimmee, Florida
112 Sterntaler
876 Blumen

BeitragGeschrieben: Son Aug 25, 2002 11:05 pm    Titel: Seminole? Antworten mit Zitat

Zitat:
> In unserer Sprache [Seminole] gibt es keinen Ausdruck für "Es tut mir leid".

webbi schrieb:
Es gibt in dieser Sprache allerdings ausreichende Pedants für eine Pauschalisierung jenes Ausdruckes.


Du sprichst Seminole?? :cool
_________________
Rette sich, wer kann! Blog von Hannelore Vonier
BenutzerInnen-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieser/s Benutzerin/s besuchen
Cecilia
Just stumbled in
Just stumbled in


Anmeldungsdatum: 26.05.2002
Beiträge: 3
Wörter: 0

27 Sterntaler
19 Blumen

BeitragGeschrieben: Son Aug 25, 2002 11:25 pm    Titel: Re: Die Ärmsten der Armen zahlen für die Reichen Antworten mit Zitat

Webbi hat folgendes geschrieben:

Die Aussage ist, solange man selbst nicht aktiv ändert, kann man alles fordern, einfordern und verlangen. Statt einer sinnigen Seite, auf der der Mann als das Übel der Welt dasteht, um die emotionale Plastekugel einer hilflosen Frau etwas Glanz zu verhelfen, wäre Konstruktives sinnvoller.

Es gibt Frauen, die reden viel, schreiben viel, finden viele Schuldigen, wollen wisse, wie der Hase läuft, und tun gar nichts. Es gibt auch Frauen, die reden nicht viel, sondern tun. Mir gefallen letztere um Welten besser.


grüsse
michael


Hallo, ich muss mich nun auch mal zu Wort melden:

Wenn man nicht informiert ist, kann man nichts tun! Hannelore stellt Info zur Verfügung, die ich mir andernfalls mit viel mehr Zeitaufwand zusammenlesen müsste. Wenn du einen Job und Kinder hast, fehlt diese Zeit oft, oder du bist einfach zu müde.
Und sie informiert nicht einseitig, sondern hat auch Texte anderer Autoren und Autorinnen auf ihren Seiten, die zum Teil entgegengesetze Sichtweisen darstellen.

Da bleibt mir nichts übrig, als mir selbst eine Meinung zu bilden. Aber ohne Info käme ich erst gar nicht an diesen Punkt.

Natürlich geht es immer um Patriarchatskritik. Wenn ich über Gemüseanbau lesen will, muss ich woanders suchen. Und wenn du darüber lesen willst, wie toll diese Gesellschaft ist, dann wirst du auf Hannelores Seiten auch nicht fündig. Das heißt aber nicht, dass sie ihr Leben nicht genießt oder ansonsten nicht aktiv ist. Da müssten wir sie fragen.

C.
BenutzerInnen-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Tabasco
Confabulator
Confabulator


Anmeldungsdatum: 26.08.2002
Beiträge: 99
Wörter: 17,902
Wohnort: planet earth
20 Sterntaler
541 Blumen

BeitragGeschrieben: Mon Aug 26, 2002 3:16 pm    Titel: Re: Gleichberechtigung Antworten mit Zitat

Hannelore hat folgendes geschrieben:

Ich nehme mal an, du meinst "gleiche Rechte wie die Männer".


Du nimmst falsch an Shocked
Ich meine "gleiche Rechte für alle Menschen".

Zitat:

Das heißt, du orientierst dich an der männlichen Norm, oder?


In Ermangelung einer anderen lebbaren Norm orientiere ich mich an meiner Eigenen, soweit dies möglich ist. Bauchgefühl. Wenn der Bauch sagt, es ist gut, dann ist es auch gut.
BenutzerInnen-Profile anzeigen Private Nachricht senden AIM-Name
Hannelore
Wandlungsnatur


Anmeldungsdatum: 04.05.2002
Beiträge: 384
Wörter: 76,584
Wohnort: Kissimmee, Florida
112 Sterntaler
876 Blumen

BeitragGeschrieben: Mon Aug 26, 2002 9:24 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ok, lass mal sehen:

Zitat:
In Ermangelung einer anderen lebbaren Norm orientiere ich mich an meiner Eigenen, soweit dies möglich ist. Bauchgefühl. Wenn der Bauch sagt, es ist gut, dann ist es auch gut.


Stimmt, mache ich auch so. Aber das ist dir ja freigestellt, daran hindert dich doch niemand, oder?

An wen oder was appelierst du aber, wenn du Gleichberechtigung forderst?
Doch nicht an deinen Bauch :wink:

Hannelore
_________________
Rette sich, wer kann! Blog von Hannelore Vonier
BenutzerInnen-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieser/s Benutzerin/s besuchen
Tabasco
Confabulator
Confabulator


Anmeldungsdatum: 26.08.2002
Beiträge: 99
Wörter: 17,902
Wohnort: planet earth
20 Sterntaler
541 Blumen

BeitragGeschrieben: Die Aug 27, 2002 9:11 am    Titel: Antworten mit Zitat

Hannelore hat folgendes geschrieben:

Zitat:
In Ermangelung einer anderen lebbaren Norm orientiere ich mich an meiner Eigenen, soweit dies möglich ist. Bauchgefühl. Wenn der Bauch sagt, es ist gut, dann ist es auch gut.


Stimmt, mache ich auch so. Aber das ist dir ja freigestellt, daran hindert dich doch niemand, oder?


Ausser der eigene Kopf, der jedoch - bei genauerem Nachdenken darüber - manchmal sehr irrational ist? :?

Hannelore hat folgendes geschrieben:

An wen oder was appelierst du aber, wenn du Gleichberechtigung forderst?
Doch nicht an deinen Bauch :wink:


Das wär' doch mal was Surprised

Wo mein Leben tangiert wird, verlange ich mein Recht auf Mitbestimmung. Und ich verlange dasselbe Recht für alle Individuen: überall dort mitzubestimmen, wo ihr Leben durch Entscheidungen unmittelbar betroffen wird. Es ist zum Erbrechen, dass Entscheidungen von Leuten getroffen werden, die die Konsequenzen ihrer Entscheidungen nicht selber tragen müssen (sprich: die das Thema im Prinzip überhaupt nichts angeht!).

Man könnte doch meinen das müsste ein Recht aller Menschen sein. Aber alle schönen Worte über Demokratie nutzen nichts: die Person, die 50km weit weg wohnt, hat genau so viel Recht mitzubestimmen, ob die Quartiersstrasse für den Durchgangsverkehr gesperrt wird, wie die Anwohner/innen eben dieser Quartierstrasse. Da entscheiden dann absolut Unbeteiligte über die Köpfe der Betroffenen hinweg!

Eine Quartierstrasse ist vielleicht im globalen Zusammenhang nicht so wichtig... Aber wie ist es z.B. mit dem Bau eines atomaren Endlagers? Die Herren Machthaber und die Herren und Damen Forscher/innen beschliessen "hier kommt es hin", Scheiss auf die Anwohner/innen (Definition von "hier" -> ganz weit weg von wo sie selber leben). Wenn die Anwohner/innen - all jene, die den Dreck dann in ihrem Salat haben werden - ein Mitbestimmungsrecht hätten, tja, dann würde wohl nie mehr irgendwo ein atomares Endlager gebaut werden. Es würde auch kein AKW mehr gebaut werden. Man wäre gezwungen, Alternativen zu suchen - und zwar solche, die nicht ganze Lebensräume kaputtmachen!


Das ist die Art Gleichberechtigung, wie ich sie fordere: Das gleiche Recht für alle Individuen, selbst über ihre Belange zu entscheiden!

Der Neoliberalismus und ähnliche Gesellschafts- und Wirtschaftstheorien, die auf der Idee basieren "wenn jede/r schaut, dass es ihm/r gutgeht, geht es allen gut" könnten funktionieren - aber nur dann, wenn man den Individuen auch die Rechte einräumt dafür zu sorgen, dass es ihnen selbst gut geht.

Herzliche Grüsse

T.
BenutzerInnen-Profile anzeigen Private Nachricht senden AIM-Name
Tabasco
Confabulator
Confabulator


Anmeldungsdatum: 26.08.2002
Beiträge: 99
Wörter: 17,902
Wohnort: planet earth
20 Sterntaler
541 Blumen

BeitragGeschrieben: Die Aug 27, 2002 9:19 am    Titel: Re: Die Ärmsten der Armen zahlen für die Reichen Antworten mit Zitat

Webbi hat folgendes geschrieben:

Hannelore hat folgendes geschrieben:
Eine Handvoll Männer, die die Macht besitzen, WOLLEN NICHTS ÄNDERN!


Du scheinst nicht verstanden zu haben, was ich aussagen wollte.


Hast Du selbst denn verstanden, was Du aussagen wolltest?

Wenn ja, könntest Du es den werten Leserinnen und Lesern dieses Forums eventuell erklären? Der Zusammenhang des von Dir gesagten mit den anderen Diskussionsbeiträgen ist nämlich weder auf den ersten, noch auf den zweiten und dritten Blick erkennbar.
BenutzerInnen-Profile anzeigen Private Nachricht senden AIM-Name
distelfliege
Insider
Insider


Anmeldungsdatum: 31.07.2002
Beiträge: 28
Wörter: 3,911

96 Sterntaler
191 Blumen

BeitragGeschrieben: Mit Aug 28, 2002 11:00 am    Titel: Antworten mit Zitat

Zum Thema Gleichberechtigung:

Ja, da wird immer gern gesagt, das sei nichts weiter als die Orientierung an einer männlichen Norm. Was dabei vergessen wird, ist: Nur unter der Vorraussetzung, daß die Gesellschaft so bleibt wie sie ist, ist die Forderung von Gleichberechtigung so zu verstehen.

Zieht frau jetzt den Umkehrschluss und sagt: Gut, dann bin ich dagegen, und fordere unterschiedliche Rechte und Pflichten für die zwei Geschlechter (die ich mir daherphantasiere - de facto sind die Geschlechtsgrenzen viel verschwommener als wir sie in dieser Gesellschaft installieren) wäre das ein noch grösserer Rückschritt.

Gleiche Rechte unter gleichbleibenden gesellschaftlichen Umständen sind also eine Anpassung an die HERRSCHENDE Norm.

Nun haben wir zwei Optionen:
- Die Forderung nach gleichen Rechten mit gleichzeitiger Veränderung der Gesellschaft (mein Favorit)
- Die Forderung nach unterschiedlichen Rechten für Frauen und Männer

Ich denke, die Frage nach Gleichberechtigung kann man nicht einfach mit einem "Nein" abtun, die Lösung liegt hier doch in einer Erweiterung des Bildes, wenn man "Gleichberechtigung Ja oder Nein" von sonstigen Umständen abgespalten betrachtet, kann doch nur Mist dabei rauskommen.

Ich denke, ihr werdet mir doch zustimmen, daß verschiedene Rechte und Pflichten für Frauen und Männer völlig indiskutabel als Zukunftsvision ist?
Was wäre denn dann mit Transgender, mit Intersex-Leuten, mit Frauen, deren Weg ein anderer ist als der, den ihre "Rechte" beinhalten, und mit Männern, deren Weg ein anderer ist als deren "Rechte" dann vorsehen?

Wollte frau ernsthaft verschiedene Rechte, müsste die Definition "Was ist eine Frau, was ist ein Mann" wieder verstärkt werden, dürfte ja nicht wanken, die Geschlechtsgrenze, die von neueren Bewegungen wie den Transgender oder Gender Benders ad absurdum geführt wird, müsste dauerhaft "gesichert" werden, was in letzter Konsequenz weitere Genitalverstümmelungen an Säuglingen bedeutet, nur, weil diese "zwitterig" auf die Welt kamen. Ohne klares Geschlecht hätten diese doch keinen "Platz" im Rechtssystem.

Ok, ich glaube, das wars dazu - ich gehe wie gesagt davon aus, daß die Anwesenden hier unterschiedliche feste Rechte für Frauen und Männer ablehnen würden.

Dann stellt sich allerdings gar nicht mehr die Frage, ob Gleichberechtigung Ja oder Nein, sondern vielmehr: Welche Vorraussetzungen müssen erfüllt werden, wie muss die Gesellschaft verändert werden, daß Gleichberechtigung Sinn macht?

Letztendlich ist es die hochphilosophische Frage: Gibt es wirklich einen "Basis-Konsens" also etwas, was ALLEN Menschen gemeinsam ist, Rechte, die allen zu Gute kommen, und nicht nur einer herrschenden Gruppe?

Dazu mal eine kleine Geschichte aus meinem verflossenen Ethikunterricht in der Schule:

Stellt euch einmal vor, ihr wärt eine Gruppe Leute, und müsstet die Menschenrechte für alle Menschen formulieren. Stellt euch vor, ihr wärt dabei noch nicht geboren. Stellt euch vor, ihr müsstet, nachdem ihr geboren seid, unter den Rechten und Entwürfen leben, die ihr jetzt macht, noch im Unwissen, ob ihr schwarz sein werdet oder weiss, ob ihr Frau sein werdet oder Mann oder Zwitter, ob ihr im Regenwald lebt oder in einer Stadt..
Wie würden diese Rechte aussehen, die ihr dann schreibt?

Ihr würdet wohl kaum schreiben: Der Reiche darf dem Armen alles wegnehmen, vielleicht würde es kein Reich und Arm geben, immerhin könnte jede von euch als Arme auf die Welt kommen.
Oder "die Frauen haben an den Herd zu gehören" - undenkbar, was wäre, wenn ihr als Frauen auf die Welt kommt?
Oder "Ölvorkommen gehören der Industrie, Anwohner von Ölfeldern haben Pech gehabt"? Und dann als Bewohner einer Regenwaldregion zur Welt kommen, unter der eine Ölblase liegt?

Sowas verstehe ich eher unter den "gleichen Rechten" die ich gerne hätte, universale Rechte, grundlegende Rechte, mit genug Offenheit für die individuellen Unterschiede und Lebensentwürfe.
Doch angesichts der Lage in der Welt stellt sich schon die Frage: Sind diese "universalen Rechte" überhaupt denkbar? KANN jemand, der nicht in der Haut eines anderen steckt, sich überhaupt so sehr in den anderen Menschen hineinversetzen, um bei der Formulierung von Rechten wirklich nichts, aber auch gar nichts, zu vergessen?

Sind wir nicht alle von unserer Lage voreingenommen, so voreingenommen, daß wir grundsätzlich unfähig dazu sind, universale Rechte zu erdenken?

Trotzdem denke ich, bleibt es ein Ideal, die universalen Rechte für ALLE anzustreben.

Eine Anpassung an männliche Normen wäre damit schon dadurch undenkbar, daß, wie ich finde, die männliche Norm der westlichen Industriegesellschaft "Weiss, reich, Karriere, Herrschaft" bedeutet, und wenn nun Frauen lediglich zu Mitherrscherinnen werden, wäre laut dem Ideal universaler Rechte schon dadurch ein Fehlschlag eingetreten, daß es immer noch Beherrschte (Jetzt neu: Auch Befrauschte *LOL*) geben würde.

Also - langer Rede kurzer Sinn: Die Idee der Gleichberechtigung ist nicht falsch, frau darf sich nur nicht mit Gleichberechtigung innerhalb des bestehenden Systems zufrieden geben, es muss weiter gedacht werden.

Distel
BenutzerInnen-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieser/s Benutzerin/s besuchen
Gast





Wörter: 33

27 Sterntaler
19 Blumen

BeitragGeschrieben: Don Aug 29, 2002 8:55 am    Titel: Gleichberechtigung Antworten mit Zitat

Tabasco schrieb:
Das ist die Art Gleichberechtigung, wie ich sie fordere: Das gleiche Recht für alle Individuen, selbst über ihre Belange zu entscheiden!

Ja, aber es funktioniert halt immer nach dem alten Prinzip:
Heiliger Sankt Florian, verschon´ mein Haus, zünd´ andre an. Very Happy

Distel schrieb:
Dann stellt sich allerdings gar nicht mehr die Frage, ob Gleichberechtigung Ja oder Nein, sondern vielmehr: Welche Vorraussetzungen müssen erfüllt werden, wie muss die Gesellschaft verändert werden, daß Gleichberechtigung Sinn macht?
Sowas verstehe ich eher unter den "gleichen Rechten" die ich gerne hätte, universale Rechte, grundlegende Rechte, mit genug Offenheit für die individuellen Unterschiede und Lebensentwürfe.

Ich denke das wollen wir alle. Voraussetzung zur Erreichung dieses Ideals ist meiner Meinung nach, dass wir uns auf den Weg machen. Und dass wir uns unseres Wertes als Frau und Mensch wieder bewusst werden. Frau hat ja schon fast das Gefühl, dass wir als Schmarotzerinnen und Parasitinnen tausende von Jahren am Manne gehangen sind. Deshalb finde ich es so wichtig und toll was Hannelore uns mit ihrer Internetsite ermöglicht. Danke dir Hannelore Very Happy Very Happy

Und ich findes es allmählich, je mehr ich mich in Foren aufhalte schon lachhaft, mit welcher zwanghaften Energie sich bestimmte Männer(?) immer daranmachen, auf den Frauenseiten, die Frauen zu belehren und davon zu überzeugen, dass wir im Unrecht sind. Wer sich verteidigt, klagt sich an.

In diesem Sinne einen schönen Tag an alle.

Siggerl
Anonymous
Gast




Wörter: 33

27 Sterntaler
19 Blumen

BeitragGeschrieben: Mon Sep 02, 2002 2:09 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hier in Deutschland gibt es die Gleichberechtigung. Doch eines haben die Feministen nicht verstanden Gleichberechtigung ist Gleichverpflichtung. Freiheit heisst nicht nur frei von irgend einer Macht sondern auch für sich selber verantwortlich sein. Dies bedeutet auch das man die Konsequenzen für sich selber tragen muss. Man kann nicht erwarten das jeder einen den Weg ebnet den man gehen will. Als Frau und Mann muss man eben auch was tun um an der Geselschafft mit zu wirken. Um grössere Dinge in JKauf zu nehmen muss man was tun. Man kann sich nicht immer auf andere verlassen.
Ich verstehe euch nicht. Wir sind Gleichberechtigt und das kann man nicht bestreiten. Männer sind keine Sündenböcke für alles, sie sind nicht an allen Schuld genauso wenig wie wir an irgend etwas schuld sind. Sucht doch mal nicht immer andere als Verantwortliche sondern mal euch selbst in den Ursachen eurere Fehler.
Hannelore
Wandlungsnatur


Anmeldungsdatum: 04.05.2002
Beiträge: 384
Wörter: 76,584
Wohnort: Kissimmee, Florida
112 Sterntaler
876 Blumen

BeitragGeschrieben: Mon Sep 02, 2002 6:47 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Distelfliege hat folgendes geschrieben:
Ich denke, ihr werdet mir doch zustimmen, daß verschiedene Rechte und Pflichten für Frauen und Männer völlig indiskutabel als Zukunftsvision ist?


Ja, volle Zustimmung. Das wäre nicht differenziert genug.


Distelfliege hat folgendes geschrieben:
Was wäre denn dann mit Transgender, mit Intersex-Leuten, mit Frauen, deren Weg ein anderer ist als der, den ihre "Rechte" beinhalten, und mit Männern, deren Weg ein anderer ist als deren "Rechte" dann vorsehen?



Eben. Und ich gehe noch einen Schritt weiter: Jede individuelle Persönlichkeit braucht eigene Maßstäbe, was sie tut und was nicht. Weil keine zwei Menschen gleich sind oder gleiche Bedürfnisse haben.

Distelfliege hat folgendes geschrieben:
Wollte frau ernsthaft verschiedene Rechte,


Hier liegt, glaube ich, ein Missverständnis vor.

Wenn ich das Wort "Gleichberechtigung" verwende, meine ich es im feministischen Sinn.

Definition von Feminismus:
    "Feminismus ist die Bezeichnung für die Theorie der Frauenbewegung, die sich gegen die gesellschaftliche Dominanz der Männer richtet und für die Gleichberechtigung der Frauen eintritt."


Zum Beispiel, dass Frauen "auch" wählen dürfen und Mädchen zu Bildungsinstituten zugelassen werden, u.ä. Also, dass frau im Gesetz in gleicher Form verankert ist wie mann.
Diese Leistung der Frauenbewegung war sehr wichtig und die Vorraussetzung, die uns heute überhaupt Handlungsfreiheit ermöglicht.
Nun, wir stehen im Gesetzbuch und können unsere Rechte einklagen. (Diese Tatsache wird immer wieder als Argument verwendet, wenn es heißt "was wollt ihr denn noch, ihr habt doch alles")

DAS ist aber nur der erste Schritt zu "Gleichberechtigung" und hier müsste ein anderes Wort her; denn wir sind im Gesetzbuch verankert, das ausschließlich aus von Männern formulierten Gesetzen besteht. Die Gesetze sind FÜR Männer gemacht.

Distelfliege hat folgendes geschrieben:
Die Forderung nach gleichen Rechten mit gleichzeitiger Veränderung der Gesellschaft (mein Favorit)


Die Hälfte von deinem Favorit ist auch meiner :wink:
Nämlich "Veränderung der Gesellschaft".
Die gleichen Rechte nach jetzigem Gesetzes-Maßstab habe ich ja schon.

Sind wir uns einig darüber, dass diese aktuellen Rechte vVdG (vor Veränderung der Gesellschaft) für Frauen nicht relevant sind?

Das meine ich, dass ich nicht noch mehr von dieser Art Gleichberechtigung will, im Gegenteil, ich will nicht dass "Recht" zur Bundeswehr oder nachts arbeiten zu dürfen. (Und Männer sollten dieses Recht auch ablehnen.)


Distelfliege hat folgendes geschrieben:
Letztendlich ist es die hochphilosophische Frage: Gibt es wirklich einen "Basis-Konsens" also etwas, was ALLEN Menschen gemeinsam ist, Rechte, die allen zu Gute kommen, und nicht nur einer herrschenden Gruppe?


JAAAAA!
Es gibt ein einziges "Gesetz", das völlig ausreichend ist und auf eine Briefmarke passt, die sogenannte Goldene Regel; sie ist bis heute in allen Kulturen bekannt und lautet in der Form der "Wiccan Rede":

    An it harm none, do what thou wilt.


Auf deutsch:

Solange du nicht schadest, kannst du tun, was du willst.

Daraus lässt sich jede Entscheidung aller Menschen ableiten, so verschieden sie auch sein mögen. Und jedes Kind kann sie verstehen.

Diese Goldene Regel steht in der Bibel, im Talmut, kommt im Buddhismus genauso vor wie im Islam, in vielen Sprichwörtern auf der ganzen Welt.
Hier ist eine Liste:
http://www.promatriarchy.net/essentials/organizing/the_golden_rule.html

Und wenn wir die dann nVdG (nach Veränderung der Gesellschaft) haben, gibt es sonst nichts mehr Very Happy

Im Grunde ist es unser Ziel, die Gesetzbücher auf diese Regel schrumpfen zu lassen.

Aber dazu würde ich dann nicht Gleichberechtigung sagen, denn mit "gleich" hat es nichts zu tun, sondern im Gegenteil wird die hohe Differenziertheit einer Kultur dabei berücksichtigt. Alle alten Hochkulturen basierten auf dieser Regel.
Wenn eine Gesellschaft es schafft, einzig nach dieser Regel zu leben, würde ich sie zivilisiert, sozial kompetent und geistig und psychisch gesund nennen.

Das gab es 30tausend Jahre lang und ca. 250 Mio. Menschen leben noch heute danach.


Siggerl hat folgendes geschrieben:
die ich gerne hätte, universale Rechte, grundlegende Rechte, mit genug Offenheit für die individuellen Unterschiede und Lebensentwürfe.
Ich denke das wollen wir alle. Voraussetzung zur Erreichung dieses Ideals ist meiner Meinung nach, dass wir uns auf den Weg machen.


Genau! Wir müssen uns auf den Weg machen. Aber wie?
Deshalb stelle ich meine Seiten* und dieses Forum ins Netz, nicht um den Leuten klar zu machen, wie daneben sie sind, sondern um über Info zu Erkenntnissen zu kommen, die verändertes Handeln überhaupt erst ermöglichen.

Wenn ich erkenne wie krank ich bin - und ich schließe mich und alle hier Lesenden ein - kann ein Heilungsprozess erst in Gang kommen.


Also, lasst uns die Ärmel hochkrempeln und auf geht's walker

Ich habe immer noch die Idee eine Liste mit Handlungs-Möglichkeiten aufzustellen...


Hannelore

*[Vorschlag: druckt die Seiten aus, lest sie und verwendet sie als Geschenkpapier.]
_________________
Rette sich, wer kann! Blog von Hannelore Vonier
BenutzerInnen-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieser/s Benutzerin/s besuchen
Hannelore
Wandlungsnatur


Anmeldungsdatum: 04.05.2002
Beiträge: 384
Wörter: 76,584
Wohnort: Kissimmee, Florida
112 Sterntaler
876 Blumen

BeitragGeschrieben: Mon Sep 02, 2002 7:13 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Babylon hat folgendes geschrieben:
Hier in Deutschland gibt es die Gleichberechtigung. Doch eines haben die Feministen nicht verstanden Gleichberechtigung ist Gleichverpflichtung.


Ich glaube, das wissen die Feministinnen schon.

Aber es ist nicht ok, dass eine Frau kein eigenes Bankkonto eröffnen darf, egal wie sehr sie ihre Pflichten vernachlässigt, oder?
Der Mann, der seine Pflichten vernachlässigte, durfte jederzeit ein Konto eröffnen.
Es ging um Wahlberechtigung, Schulbesuch, Berufsausübung usw.


Zitat:
Dies bedeutet auch das man die Konsequenzen für sich selber tragen muss. Man kann nicht erwarten das jeder einen den Weg ebnet den man gehen will. Als Frau und Mann muss man eben auch was tun um an der Geselschafft mit zu wirken.


Wenn genau diese Gesellschaft mir untersagt, dass ich mitwirke?? Indem mir per Gesetz verboten wird zu wählen, mich politisch zu betätigen, erwerbstätig zu sein. Wie soll ich da mitwirken. Das ist ja genau, was Feministinnen gefordert haben: Dass Frauen mitwirken dürfen!

Zitat:
Ich verstehe euch nicht. Wir sind Gleichberechtigt und das kann man nicht bestreiten. Männer sind keine Sündenböcke für alles, sie sind nicht an allen Schuld genauso wenig wie wir an irgend etwas schuld sind.


Diejenigen, die Frauen ausgeschlossen haben, waren und sind immer noch Männer. Ganz klar, dass auch viele Männer das nicht wollten, aber sie haben bei ihren Geschlechtsgenossen keinen Druck gemacht, Frauen teilnehmen zu lassen. Das mussten Frauen sich gegen großen männlichen Widerstand erkämpfen!

Angela Merkel wollte als Bundeskanzlerin kandidieren, das ist eine große Verantwortung. Und wer hat sich vorgedrängt? Und wer hat zugelassen, dass er sich vorgedrängt hat?

Ein Sündenbock ist jemand, dem man die Schuld an etwas gibt, obwohl er unschuldig ist. Typisch für Patriarchate. Männer sind nicht Sündenböcke für unsere kriminelle Gesellschaft, sie sind Täter.

Hannelore
_________________
Rette sich, wer kann! Blog von Hannelore Vonier
BenutzerInnen-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieser/s Benutzerin/s besuchen
Anonymous
Gast




Wörter: 33

27 Sterntaler
19 Blumen

BeitragGeschrieben: Mon Sep 02, 2002 7:26 pm    Titel: Antworten mit Zitat

1Ich bin eine Frau und Männer sind keine Täter, in welcher Hinsicht auch immer es gibt da schlechte Menschen und auch dort.
2 Ich als Frau habe ein Konto selber eröffnet, also ich habe damit keine Propleme gehabt
3 Das mit der Bezahlung und den Arbeitsplatz liegt an der Wirtschafft und nicht am Staat. der Staat darf nur begrenzt die Wirtschafft überwachen. Die Wirtschafft ist ein eigenständiges System und vom Straat unabhängig.
4. Was wird dir hier verboten als Frau(ich meine damit Deutsdchland)
Diana
Clanmember
Clanmember


Anmeldungsdatum: 02.09.2002
Beiträge: 30
Wörter: 4,714
Wohnort: Stuttgart
27 Sterntaler
19 Blumen

BeitragGeschrieben: Die Sep 03, 2002 2:11 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Babylon,

ich kann kaum glauben, daß Du eine Frau bist, höchstens, wenn Du noch sehr jung bist und noch keinen Abstand zu den Legenden des Patriarchats hast oder Dich vor den Konsequenzen fürchtest. Du brauchst Dir nur die Kriminalitätsstatistik anzuschauen, dann weißt Du, wer die Täter, vor allem die Gewalttäter, sind. Die kriminellen Frauen sind doch die Ausnahmen, die die Regel bestätigen. Die sexuellen Übergriffe, sogar an den eigenen Kindern, die Kinder- und sonstige Pornographie, die Kriegsverbrechen in Jugoslawien sogar an Nachbarinnen, Afghanistan usw. Dafür, daß Frauen mehr als ein Viertel weniger verdienen als Männer, dürfen sie zwei Drittel der gesamtgesellschaftlichen Arbeit leisten. Oder wie oft putzt Dein Vater/Mann/Freund/Bruder das Klo?

Wer kommt in ernsthaften Rundfunkdiskussionssendungen vor? Du brauchst doch bloß die Bilder anzuschauen von wirklich entscheidenden Gremien - wieviel Frauen sind dabei? In der Hartz-Kommission war EINE Frau, obwohl Frauen überproportional von Arbeitslosigkeit betroffen sind.

Alles, was Du jetzt "darst", haben sich Frauen mühsam erkämpft. Vor ein paar Jahren durften Frauen nicht mal Bus oder Straßenbahn fahren, von Flugzeugen ganz zu schweigen. Mit wäre nicht aufgefallen, daß seither ständig Verkehrskatastropen passieren.

Frau Merkel ist weder dümmer noch durchsetzungsschwächer als Herr Stoiber und bei den Leuten kommt sie eher besser an. Ihr Pech ist halt, daß sie zumindest potentiell gebärfähig ist.

Fazit: Wir dürfen zwar fast alles (außer Priester werden) und müssen noch viel mehr (nämlich arbeiten), aber von der Macht werden wir ferngehalten. So nach und nach findet man Frauen in manchen Gremien, z.B. im Parlament, aber da, wo die wirkliche Macht ist (in Herrn Hunzingers Cliquen, in den Banken und Vorständen), da findet man keine Frauen.
_________________
Alles, was du besitzt, besitzt auch dich.
BenutzerInnen-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Anonymous
Gast




Wörter: 33

27 Sterntaler
19 Blumen

BeitragGeschrieben: Die Sep 03, 2002 2:49 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Diana hat folgendes geschrieben:
Hallo Babylon,

ich kann kaum glauben, daß Du eine Frau bist, höchstens, wenn Du noch sehr jung bist und noch keinen Abstand zu den Legenden des Patriarchats hast oder Dich vor den Konsequenzen fürchtest. Du brauchst Dir nur die Kriminalitätsstatistik anzuschauen, dann weißt Du, wer die Täter, vor allem die Gewalttäter, sind. Die kriminellen Frauen sind doch die Ausnahmen, die die Regel bestätigen. Die sexuellen Übergriffe, sogar an den eigenen Kindern, die Kinder- und sonstige Pornographie, die Kriegsverbrechen in Jugoslawien sogar an Nachbarinnen, Afghanistan usw. Dafür, daß Frauen mehr als ein Viertel weniger verdienen als Männer, dürfen sie zwei Drittel der gesamtgesellschaftlichen Arbeit leisten. Oder wie oft putzt Dein Vater/Mann/Freund/Bruder das Klo?

Ich und mein Freund führen den Haushalt zusammen. Ich koche und backe sehr gerne also üpbernehme ich diese Aufgabe. Mein Freund macht auch mit und es ist nicht unemanzipiezioert als Frau auch mal was im Hazshalt zu machen. Bei meiner Familie allgemein hatt Mann und Frau die gleichen Rechte und Pflichten. Das die meistren Gewaltaten von Männern ausgeführt wurden, doch Frauen sind deswegen keine Unschuldslämer.Ich erinnere mich daran als ich von Renees zusammen geschlagen wurde.
Die grösste Triebtäterin war allerdings kein Mann.
http://www.fenriz.de/Vampire/elisabeth.htm
Hier nach zu lesen. Ich finde diese Verbrechen egal ob von Mann oder Frau ausgeführt werden scheusslich. Doch soll man nicht verallgemeinern und gegen einen Gentest für Männer Bundesweit bin ich dagegen. Noch eine Frage wollt ihr den die Männer dafür heute verantwortlich machen weil es damals ein Patriachat gab?

Wer kommt in ernsthaften Rundfunkdiskussionssendungen vor? Du brauchst doch bloß die Bilder anzuschauen von wirklich entscheidenden Gremien - wieviel Frauen sind dabei? In der Hartz-Kommission war EINE Frau, obwohl Frauen überproportional von Arbeitslosigkeit betroffen sind.

tut mir wirklich leid. Ich will hier auch nicht veralgemeinern. Ich lerne in einer Bäckerei(3.Lehrjahr). In einer Bäckerei zu arbeiten ist schwere körperliche Arbeit. Ich habe mich damit abgefunden eben auch körperliche Artbeit eines Männlichen Kolegen zu machen. Aber wenn einige Frauen diese nicht machen wollen weil sie meinen sie arbeiten sich zu Tode wenn sie mal ein Mehlsack tragen muss(Fall bei uns 1.Lehrjahr) dan sollte man sich nicht wundern wenn man nichts wird.

Alles, was Du jetzt "darst", haben sich Frauen mühsam erkämpft. Vor ein paar Jahren durften Frauen nicht mal Bus oder Straßenbahn fahren, von Flugzeugen ganz zu schweigen. Mit wäre nicht aufgefallen, daß seither ständig Verkehrskatastropen passieren.

Frau Merkel ist weder dümmer noch durchsetzungsschwächer als Herr Stoiber und bei den Leuten kommt sie eher besser an. Ihr Pech ist halt, daß sie zumindest potentiell gebärfähig ist.

Gabi Zimmer hatt mich mehr überzeugt als Frau Merkel davon abgesehen halte ich nichgts von der CDU.

Fazit: Wir dürfen zwar fast alles (außer Priester werden) und müssen noch viel mehr (nämlich arbeiten), aber von der Macht werden wir ferngehalten. So nach und nach findet man Frauen in manchen Gremien, z.B. im Parlament, aber da, wo die wirkliche Macht ist (in Herrn Hunzingers Cliquen, in den Banken und Vorständen), da findet man keine Frauen.
[url][/url]
Hannelore
Wandlungsnatur


Anmeldungsdatum: 04.05.2002
Beiträge: 384
Wörter: 76,584
Wohnort: Kissimmee, Florida
112 Sterntaler
876 Blumen

BeitragGeschrieben: Die Sep 03, 2002 7:05 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Babylon hat folgendes geschrieben:
1Ich bin eine Frau [...]
2 Ich als Frau
4. [...] als Frau(ich meine damit Deutsdchland)


Schreibe hundert Mal "Ich bin eine Frau" und dann glaubst du es selbst, was?

Dass Männer sich als Frauen verkleiden, bzw. sich selbst kastrieren, ist so alt wie das Patriarchat.
Z.B. Priester ziehen gerne Mädchenkleider an, Richter ebenso. Weil diese Jobs ursprünglich von Frauen ausgeübt wurden.
In der Zeit um Christi Geburt fingen die Männer an, sich den Penis abzuschneiden; sie sind daran verblutet, war ihnen egal für den Preis, mal kurz eine Frau zu sein. Sie dachten, dann wären sie der Göttin so nahe, wie es Frauen sind.

Heutzutage verblutet keiner mehr daran, weil es im Krankenhaus gemacht und übrigens von der Krankenkasse bezahlt wird. Der Göttin kommen sie damit auch nicht näher (Göttin= Glück, Wohlbefinden, Zufriedenheit).

Diana hatte das gleiche Gespür wie ich; euer Pech ist, dass Frauen Dinge wahrnehmen, die Männern verschlossen bleiben und ich rieche männliche Energien drei Meilen gegen den Wind, besonders im Internet.

Du musst wie eine Frau argumentieren, Babylon, wenn du als eine akzeptiert werden willst - keine Ahnung wie das geht, hm? shake

H.
BenutzerInnen-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieser/s Benutzerin/s besuchen
Webbi
Just stumbled in
Just stumbled in


Anmeldungsdatum: 07.08.2002
Beiträge: 6
Wörter: 0

27 Sterntaler
19 Blumen

BeitragGeschrieben: Mit Sep 11, 2002 1:59 am    Titel: Re: Die Ärmsten der Armen zahlen für die Reichen Antworten mit Zitat

Hi,

Cecilia hat folgendes geschrieben:
Natürlich geht es immer um Patriarchatskritik. Wenn ich über Gemüseanbau lesen will, muss ich woanders suchen. Und wenn du darüber lesen willst, wie toll diese Gesellschaft ist, dann wirst du auf Hannelores Seiten auch nicht fündig.


Das System geht mir am Hintern vorbei. Aber wie fragwürdig ist es, sich Informationen, die bereits am Anfang schon polarisierend gefiltert sind, zu beschaffen? Wenn Hannelore schreibt, dass ihre danebengeratenen Seiten als Info zur Erkenntnissuche betreibt, heisst das auch, dass sie im Falle der Göttin-Sektion aktive Geschlechterhetze bertreibt.

Es ist ein fragwürdiges Unterfangen, sein Heil im mystifizierten und logifizierten Matriarchat zu finden, deren Theorien einst allesamt aus Männerhand stammen und später von Frauen übernommen wurden. Tolle Eigenbewegung. Empfehle das Buch "Die Wolfsfrau im Schafspelz" von Martina Schäfer, was zur Pflichtlektüre gehört, wenn Du Anspruch auf breite Informationen hast. Schäfer war Mitbegründerin der Hagia und distanzierte sich nach Jahren davon.

Für eine selbstbewusste Frau ist der Erkenntnisgewinn über die Reduzierung des Gegengeschlechtes ziemlich zweifelhaft. Wir leben im Heute. Nicht in vor 100 Billiarden Jahren. Wenn alle Ansprüche und Forderungen in mystische Gottheiten verlagert werden, werden Frauen in 50 Jahren nocht nicht aktiv sein, sondern sich in ihre kleine Welt flüchten, fordern und klagen. Wenn Selbstfindung nur per Reduzierung eines Geschlechts möglich ist, legt man sich die Beziehungsprobleme von morgen hin. Woran es mangelt, ist sicher nicht eine Mystik oder ein Forderungkatalog. Es fehlt an Frauen, die nicht nur von Politik reden, sondern *tun*.


grüsse
michael
BenutzerInnen-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge vom vorherigen Thema anzeigen:   
Dieses Forum ist gesperrt, Sie können keine Beiträge editieren, schreiben oder beantworten   Dieses Thema ist gesperrt, Sie können keine Beiträge editieren oder beantworten    Forum HUMANS Foren-Übersicht -> Patriarchat/Matriarchat - kein Gegensatz Alle Zeiten sind GMT
Gehe zu Seite 1, 2  Weiter
Seite 1 von 2

 
Gehe zu:  
Sie können keine Beiträge schreiben
Sie können nicht auf Beiträge antworten
Sie können nicht eigene Beiträge bearbeiten
Sie können nicht eigene Beiträge löschen
Sie können nicht an Umfragen teilnehmen





Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
genusneutralisiert: Hannelore Vonier
Links:
Rette sich, wer kann! Blog von Hannelore Vonier
Website Hannelore Vonier
Matriarchat.Info - Info über heutige matriarchale Gesellschaften
13Feen.Net - über Altes Wissen, Spiritualität und Politik
Frauensprache - genusneutrale Sprache
Wie Mädchen gemacht werden