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Frauensprache.com

 
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Kann mit bewusster Verwendung weiblicher Personenbezeichnungen zwischenmenschliches Verhalten verändert werden?
Nein, das ist nicht möglich.
15%
 15%  [ 3 ]
Ja, ohne Sprache geht gar nichts.
68%
 68%  [ 13 ]
Zuerst muss sich das Verhalten ändern, dann ändert sich auch die Sprache.
15%
 15%  [ 3 ]
Stimmen gesamt : 19

AutorIn Nachricht
Hannelore
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BeitragGeschrieben: Mon Jun 17, 2002 11:32 am    Titel: Frauensprache.com Antworten mit Zitat

Dieses Forum bezieht sich auf die Seiten über geschlechtsneutrale Sprache, auch Frauensprache genannt, weil sie weibliche Personen sprachlich einbezieht, im Gegensatz zur üblichen patriarchalen Sprache.
    Es geht nur um Personenbezeichnungen, also Personalpronomen!


Wir müssen uns nicht mit Konstrukten wie "Salzstreuerin" aufhalten, die von uninformierten Leuten manchmal in die Diskussion gebracht werden.

Dass die beschäftigung mit geschlechtsneutraler Sprache berechtigt ist, zeigt eine neuere Studie: Männliche Sprachform führt zu geringem gedanklichen Einbezug von Frauen
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Hannelore
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BeitragGeschrieben: Die Sep 10, 2002 3:36 pm    Titel: Keine Fräuleins mehr Antworten mit Zitat

Aus der Standard:

Wiesbaden - "Fräuleins" gibt es kaum mehr, der "Partner" ersetzt mittlerweile den "Ehemann" und wer "schwul" noch als Schimpfwort verwendet, hat sowieso nie was kapiert. Gesellschaftliche Veränderungen spiegeln sich eben in der Sprache wider. Aber nicht nur: sprachliche Veränderungen sind nach Ansicht der Gesellschaft für deutsche Sprache nicht nur Folge zwischenmenschlicher Veränderungen, sie können diese sogar selbst beschleunigen oder gar auslösen. Geschäftsführerin Karin Eichhoff-Cyrus: "Jeder Einzelne kann die Sprache und damit die Gesellschaft verändern".
Umdeutung, Verschwinden, Umwertung oder eine Neuetablierung ...

... von Begriffen passieren nicht von selbst, sagte die Sprachforscherin. UrheberInnen seien dabei immer Menschen, die diese verwenden: "Jedes einzelne Mitglied der Sprachgemeinschaft ist für den Wandel verantwortlich". Jedes Mal, wenn jemand ein Wort verwendet oder eben nicht , hinterlasse er/sie Spuren in der Sprache.

Veraltete Begriffe wie "Jungfer" oder "Fräulein" zeigten, dass es in der Selbstwahrnehmung der Gesellschaft keine Rolle mehr spiele, ob eine Frau verheiratet ist oder nicht. In die gleiche Richtung zeigten moderne Bezeichnungen wie "Partner" oder "Lebensgefährte": Noch vor wenigen Jahren hätte man "Ehemann" oder "Freund" gesagt, damit aber einen Unterschied gemacht zwischen verheirateten und unverheirateten Partnern.

"Schwule" als Speerspitze der Avantgarde

Bestes Beispiel für die Umwertung eines Begriffes ist für Eichhoff-Cyrus das Wort "schwul". Erst als Schimpfwort verstanden, habe sich der Trend umgekehrt, als Homosexuelle den Begriff für sich selbst verwendeten. Jede Gruppe könne derart über die Sprache Einfluss auf die gesellschaftliche Wahrnehmung nehmen, glaubt Eichhoff-Cyrus. "Fräuleins und Jungfern gibt es auch deshalb nicht mehr, weil sich Frauen dadurch diskriminiert fühlten."
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BeitragGeschrieben: Sam Sep 21, 2002 7:11 am    Titel: Re: Frauensprache.com Antworten mit Zitat

Hannelore hat folgendes geschrieben:
Dieses Forum bezieht sich auf die Seiten über geschlechtsneutrale Sprache, auch Frauensprache genannt, weil sie weibliche Personen sprachlich einbezieht, im Gegensatz zur üblichen patriarchalen Sprache.

...


Hallo Hannelore,

in der letzten Zeit ist mir verstärkt etwas aufgefallen, das Du hier auch benutzt. Ich meine den Begriff "weiblich" und wird zumeist im Zusammenhang "weiblich/männlich" benutzt. Für mich ist nur schwer nachvollziehbar wie es zu dieser Selbstverständlichkeit kommt, daß aus Mann männlich wird und aus Frau weiblich.

Oder ist das eine Entwicklung: kerlisch/weiblich - männlich/weiblich - fraulich/männlich?

Herzliche Grüße
Christian
Diana
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Anmeldungsdatum: 02.09.2002
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BeitragGeschrieben: Sam Sep 21, 2002 5:52 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Christian,

in früherer Zeit gab es die Begriffspaare Herr/Frau und Mann/Weib. Herr/Frau bezog sich auf die (adlige) Herrschaft, den Grundherrn usw. Mann/Weib war die Bezeichnung für Menschen männlichen und weiblichen Geschlechts. Zusammen mit dem besitzanzeigenden Fürwort (mein Mann, mein Weib) wurde der Ehegatte bezeichnet.

Im Schwäbischen ist "mein Weib" durchaus noch gebräuchlich und nicht abwertend gemeint.
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Gast





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BeitragGeschrieben: Sam Sep 21, 2002 10:15 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Diana,

vielen Dank für die Erläuterung, jetzt sehe ich klarer.

Herzliche Grüße
Christian
ReniTente
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BeitragGeschrieben: Sam Okt 23, 2004 9:51 pm    Titel: Antworten mit Zitat

WOW - ein so wichtiges Thema und nur 3 Beiträge in über 2 Jahren Crying or Very sad

Mag es daran liegen, dass wir vieeel wichtigere Dinge zu tun haben, als uns mit der Damen diskriminierenden Gestaltung unserer Sprache zu beschäftigen? (am meisen benutztes "Totschlagargument")

Kürzlich hatte ich eine interessante Diskussion mit einem Herren hierzu. Dieser meinte, wenn ich "LesERin" benutzen würde, wäre dies doch auch nur ein Anhängsel an die männliche Form. Ob es nicht vielmehr richtiger sei "Lesin" zu sagen. Eine nicht zu vernachlässigende Sicht der Dinge - wie ich finde Very Happy

Have a nice day Wink

ReniTente
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Eine Aussage, die bei einer Übertragung auf Männer komisch, bizarr oder beleidigend wirken würde, ist frauenfeindlich (Sigrid Löffler)
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