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Opferkult in Matriarchaten?

 
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Veja
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BeitragGeschrieben: Mit Feb 11, 2004 11:19 pm    Titel: Opferkult in Matriarchaten? Antworten mit Zitat

Vor einiger Zeit hatte ich mich mal mit einer Bekannten, die sich ebenfalls mit dem Thema Matriarchat zumindest etwas auseinander gesetzt hat, unterhalten. Sie sah in Matriarchaten auch zumindest einige Vorteile, hatte als negatives Beispiel dann aber Opferkulte angeführt und meinte, es müsse damals dabei wohl ziemlich blutig zugegangen sein. Davon habe ich bisher aber noch nichts gehört und könnte mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen, daß der Göttin Menschen geopfert wurden - schon gar nicht in den friedlichen matriarchalen Kulturen, denen jede Form von Gewalt fremd ist. Das würde ich vom Gefühl her wohl eher frühen patriarchalen Kulturen zuordnen. Könnte mir jemand sagen, ob es so etwas damals wirklich in matriarchalen Kulturen gegeben?
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BrianBoru
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BeitragGeschrieben: Don Feb 12, 2004 3:38 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Wer weiß, ob das matriarchale Kulturen waren, aber es gab Muttergöttinnen, die Opferblut verlangten. Dieses stammte von männlichen Tieren oder Menschen, je nach Ritus.
Kali, Persephone und Skadi sind Namen, die dieser Göttin in Indien, Griechenland oder Skandinavien gegeben wurden.
Nachzulesen in "Das geheime Wissen der Frauen Ein Lexikon von Barbara G. Walker".
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Baldrick, do you no what irony is? - Yeh, it's like goldy and bronzy, only it's made of iron.
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Hannelore
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BeitragGeschrieben: Fre Feb 13, 2004 11:13 pm    Titel: Antworten mit Zitat

BrianBoru hat folgendes geschrieben:
aber es gab Muttergöttinnen, die Opferblut verlangten

Klar, und es steht auch fest, dass Frauen keine Seele haben, mit dem Teufel im Bunde stehen und mit ihrer Vagina dendata fest zubeißen können...

Die Quelle für solche Behauptungen ist ein und dieselbe.
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Carlos
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BeitragGeschrieben: Fre Feb 13, 2004 11:33 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich glaube hier liegt ein Missverständnis vor.

BrianBoru hat wahrscheinlich etwas gelesen, das sich auf das heilige Menstruationsblut bezog, welches ja alle Elemente für gutes Wachstum enthält und in Früh-Kulturen auf den Felden ausgebracht ("geopfert") wurde, um eine gute Ernte zu gewährleisten. (Ebenso wie die Plazenta nach einer Geburt vergraben und ein Baum darauf gepflanzt wurde, der Lebensbaum des Kindes.)

Weiterhin glaube ich sagen zu können, dass es in matriarchalen Gesellschaften kein Blutopfer (Opfer im Sinne von 'darbringen') gegeben haben kann, weil Matriarchate Überflussgesellschaften waren. Sie bekamen, was sie brauchten von "Mutter Erde" und mussten weder um etwas bitten (beten), noch etwas geben, um etwas zu bekommen.
Matriarchale Gesellschaften DANKTEN der Natur/Erde, indem sie sich in Einklang mit ihr brachten.

Da ist überhaupt kein Raum für einen "Opfer-Gedanken". Das geschah erst, als Notsituationen eintraten (Trockenheit/Wüstenbildung) und mit diesen das patriarchale Fühlen/Handeln/Denken-Schema.
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Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten.
- Johann Peter Eckermann
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Sitting-Bull
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BeitragGeschrieben: Mon Feb 23, 2004 9:37 am    Titel: Dem kann ich nicht zustimmen... Antworten mit Zitat

Denn Leben muss Opfer bringen, um neues Leben zu zeugen.
Um ein Feld zu bestellen muss gesät werden- und den besten Ertrag bekommt man, in dem man die besten Keimlinge opfert.

Kinder bekommt man nur, wenn man Energie opfert, in Form des Sex.

Wink

Das ist noch der interessanteste Ansatz dieser Webseite


http://www.physik.as/

Von den patriarchalen Irrungen mal abgesehen...
Vielleicht können wir die zusammen mal rausarbeiten
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Fiat Money = Pyramiden = Herrschaft = Entrechtung der Seins-Macht
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Hannelore
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BeitragGeschrieben: Mon Feb 23, 2004 2:15 pm    Titel: Patriarchale Geisteshaltung Antworten mit Zitat

Sitting-Bull hat folgendes geschrieben:
Von den patriarchalen Irrungen mal abgesehen...
Vielleicht können wir die zusammen mal rausarbeiten


Nichts leichter als das Smile Der Artikel ist ein Paradebeispiel für patriarchales Denken.

Dies ist der erste Satz:
    Seit es Menschen gibt, hat es in allen Völkern und Kulturen ein gemeinsames Ritual gegeben, nämlich das Opferritual (das Erbringen eines Opfers).


Und alles, was es bedarf ist das Wort "Menschen" durch "patriarchales Paradigma" zu ersetzen (und die Verallgemeinerung "allen" zu streichen). Dann hieße es:

    Seit es das patriarchale Paradigma gibt, hat es in Völkern und Kulturen ein gemeinsames Ritual gegeben, nämlich das Opferritual (das Erbringen eines Opfers).


So ist der Satz und der folgende Text in sich schlüssig, denn diese Denkweise ist ein Resultat der Entstehung des Patriarchats.

Was der Autor nicht tut: Es ist wichtig, die Handlungen selbst von der Geisteshaltung bzgl. dieser Handlungen zu unterscheiden.

Beispiel: Der Begriff Pornografie etwa ist eine Geisteshaltung, die zum Ziel hat, den Körper sexuell abzuwerten und zu verachten. Dabei ist aber wesentlich, die Betonung auf die Geisteshaltung zu legen, weil wir uns sonst in der Falle verheddern, spezielle sexuelle Aktivitäten zu verurteilen. Ein und dieselbe sexuelle Aktivität kann einerseits eine Zelebrierung des Körpers sein und andererseits Abwertung.

Dies muss ebenfalls auf solche Aktivitäten angewendet werden, die im Patriarchat sowie im Matriarchat beobachtet werden können. Wichtig ist, die Geisteshaltung zu benennen, die dahinter steht.

Genau dagegen hat der Autor verstoßen. Und warum? Weil er der Lüge vom ewigen Patriarchat auf den Leim gegangen ist, und die patriarchale Geisteshaltung als die einzige annimmt und anwendet. Daher setzt er die patriarchalen Bewertungen bei Begriffen wie Opfer, Tod, Leben, Zwang usw. als Maßstab voraus.

Der Autor hat sich nie mit den verschiedenen philosophischen oder neurobiologischen Sichtweisen zum Begriff "Leben" beschäftigt. Das ist typisch patriarchal. Weil bei der Entstehung des Patriarchats die Auseinandersetzung mit dem Begriff "Tod" wesentlich wurde und seine Erscheinungen zu einem anderen Weltbild führten, das bis heute in dem partriarchalen Paradigma zur Anwendung kommt, weil das Patriarchat (wie das Matriarchat auch) ein geschlossenes System von Gefühl/Sprach-Handlungen ist, die von Generation zu Generation weitergegeben werden.

Alles klar Wink
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Gast





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BeitragGeschrieben: Mon Mar 22, 2004 7:48 am    Titel: Re: Patriarchale Geisteshaltung Antworten mit Zitat

Hallo!

Wenn jemand behauptet, es habe Rituale gegeben, bei denen Männer geopfert wurden, verstehe ich nicht ganz, wieso das so einen Protest hervorruft. Wäre das wirklich so schlimm...? Ich finde nicht! Ich befürworte es zwar nicht, Männer zu opfern, aber wenn es so war und in die gesellschaftlichen Strukturen passte und so lange es nur Männer waren, finde ich es auch nicht allzu dramatisch.

Steffen
Veja
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Anmeldungsdatum: 14.04.2003
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BeitragGeschrieben: Fre Dez 16, 2005 2:16 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich glaube, in Gerda Weilers Buch "Ich verwerfe im Lande die Kriege" habe ich inzwischen eine Antwort auf meine Frage gefunden.

Im Jahreslauf hat der König eines Stammes als Vertretung für den Heros der Göttin alle Stadien durchgemacht: von der Heiligen Hochzeit zum Tod bis hin zur Wiedergeburt. In der Zeit, als die Vegetationsfülle nachließ (also wohl im Herbst/Winter) wurde der Heros in Form des Königs geopfert, damit er im neuen Jahr wiedergeboren werden kann (im Frühling). Dann übernahm für ein Jahr lang ein anderer Mann der Sippe die Rolle des Königs.

In späterer Zeit wurde anstelle des Königs symbolisch ein Tier, meistens ein Stier oder Bock, geopfert.
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