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Brauchen Kinder einen Vater?

 
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Ist Kindererziehung Frauensache?
JA
4%
 4%  [ 1 ]
Auch. Kinder brauchen beide Eltern.
30%
 30%  [ 7 ]
Kinder brauchen eine größere Gemeinschaft und andere Kinder
56%
 56%  [ 13 ]
Kinder müssen gar nicht "erzogen" werden
8%
 8%  [ 2 ]
Stimmen gesamt : 23

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BrianBoru
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BeitragGeschrieben: Son Jan 04, 2004 3:02 am    Titel: Brauchen Kinder einen Vater? Antworten mit Zitat

Diese Frage stellt sich doch ganz deutlich, wenn frau so deutlich betont, dass Kinder keine Väter bräuchten!
"Brauchen Kinder einen Vater?

Einen Vater, der nicht in der Lage ist, ein ernsthaftes Gespräch zu führen? NEIN

Einen Vater, der überzeugt ist, dass sein Kind schon mit fünf schulreif ist, aber keine Ahnung hat, wann die Schuleinschreibung ist? NEIN

Einen Vater, der manchmal abends kocht, dass die Tomatensoße bis über die Waschmaschine spritzt und die Küche renoviert werden muss? NEIN

Einen Vater, dem sein Auto, Beruf, Hobby (setz ein was du willst ....... ) immer wichtiger ist, als die Bedürfnisse seines Kindes? NEIN

Einen Vater, der für seine Familie nicht zurücksteckt? NEIN

Kinder brauchen einen zuverlässigen Rahmen, wo sie sich sicher und geborgen und erwünscht fühlen können. Egal, wie dieser Rahmen aussieht. Welcher Mann kann das WIRKLICH bieten?"
Die rhetorische Frage zum Schluss wirft die von mir oben schon benannte unmittelbar auf: Was soll mit all den Männern geschehen, wenn sie nur noch als Samenspender herhalten sollen?
Um Kinder dem schändlichen Einfluss der Männer zu entziehen, müssen die schon getrennt leben. Die hälfte der Haushalte werden also Männerhaushalte sein, die andere Frau-und-Kinder Haushalte. Tolle Idee! Die stressbedingte Verkürzung der weiblichen Lebensdauer dürfte allerdings bei zu einem Ungleichgewicht zu Gunsten der Männer führen. Damit wäre frau wieder da, wo sie rauswollte: Unter Männerherrschaft, mit der Kindererziehung und dem Broterwerb als Bürden.
Wieviele Generationen von Frauen werden ihre Häupter wohl auch gar so stolz tragen, bis sie einsehen, dass sie Männer nunmal doch brauchen?
Klar, den Alkoholiker-Fußballfan, der sich von der Frau bedienen lässt und die Namen seiner Kinder vergisst, mag frau nicht so gern. Dann soll sie ihn halt nicht heiraten. ER war damals anders? Warum hat sie es ihm dann durchgehen lassen, als er anfing? Alle Männer sind böse? Jaaaaaaaaa, und alle Frauen haben einen 28-tägigen Zyklus, von Geburt an, bis zum Tod und während der Schwangerschaft sowieso...klar doch!
Schubladendenken ist ja so schön einfach - lässt auch mehr Zeit für Schminken, Hausputz, erneutes Schminken, Kaffeeklatsch, Schminken, Fitnessstudiobesuch mit dem Outfit aus der Cosmopolitan, Abschminken ist nicht nötig.(kleine selbstironische Episode am Rande)
Mal ganz ehrlich, ist es nicht albern, Kindererziehung für Frauensache zu halten?
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BeitragGeschrieben: Son Jan 04, 2004 11:08 am    Titel: Re: Wohin mit den Männern? Antworten mit Zitat

BrianBoru hat folgendes geschrieben:

Einen Vater, der nicht in der Lage ist, ein ernsthaftes Gespräch zu führen? NEIN

Einen Vater, der überzeugt ist, dass sein Kind schon mit fünf schulreif ist, aber keine Ahnung hat, wann die Schuleinschreibung ist? NEIN

Einen Vater, der manchmal abends kocht, dass die Tomatensoße bis über die Waschmaschine spritzt und die Küche renoviert werden muss? NEIN

Einen Vater, dem sein Auto, Beruf, Hobby (setz ein was du willst ....... ) immer wichtiger ist, als die Bedürfnisse seines Kindes? NEIN

Einen Vater, der für seine Familie nicht zurücksteckt? NEIN



Sagt doch ganz klar, welche Art Väter Kinder nicht brauchen. Was soll denn ein Kind mit einem Vater, dem immer andere Dinge (der Job, das Hobby,...) wichtiger sind, als das Kind? Da lernt es doch nur, dass die Person, die ihm helfen sollte, es beschützen sollte usw. NICHT VERFÜGBAR ist! Eine solche Bezugsperson schadet dem Kind mehr, als sie nutzt.

Kinder brauchen männliche und weibliche Bezugspersonen. Die können, neben anderen, die biologischen Eltern sein - das ist jedoch keine Zwangsläufigkeit. In manchen Fällen sind die biologischen Eltern (oder ein Elternteil) weniger gut für diese Aufgabe geeignet als andere Personen.
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BeitragGeschrieben: Son Jan 04, 2004 3:53 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Die Frage ist schon falsch gestellt, weil sie 'unter'stellt und ausschließt. Nämlich alle anderen Personen außer der Mutter und dem biologischen Vater.
Deshalb habe ich noch eine dritte Antwortmöglichkeit hinzugefügt.

Hier ein Zitat von Humberto Maturana zur Definition von "Mutter", dem ich zutiefst zustimme:
    "Eine Frau oder ein Mann, der oder die eine innige Beziehung der Hege und Pflege eines Kindes, während des Heranwachsens dieses Kindes erfüllt. Mutterschaft ist eine Hegebeziehung und nicht an ein Geschlecht gebunden."


Weitere Zitate, alle aus dem Patriarchat:
    "Nie habe ich versucht, ihn umzustimmen; so etwas tat man mit meinem Vater nicht. Die Väter, vielleicht, weil die Umstände ihre Männerrollen so demütigend reduzierten, waren barsche und despotische und herrschsüchtige Autoritäten, denen man nicht widersprach und die man nicht umzustimmen versuchte: Sie mochten in ihren subalternen Arbeitspositionen und vollends, wenn sie arbeitslos waren, außerhalb der Familien nicht viel gelten, aber das kompensierten sie im Umgang mit ihren Kindern und, wie wir Kinder wussten, auch im Umgang mit ihren Frauen."
    (R. Winter, Eine Kindheit in Deutschland (München 1992), S. 72).


    "Mitmenschliche Fähigkeiten, Sensibilität für Atmosphärisches, Spontaneität und all die anderen Eigenschaften, die in jahrtausendelanger Spezialisierung von den Frauen bevorzugt entwickelt wurden, kann man nicht wirklich erlernen. Man kann sich Teile davon aneignen - und geschickte Männer tun das ... Ordnungssinn, Selbstbeherrschung, Planung hingegen kann jeder (jede) lernen, vorausgesetzt, die Einsicht in Notwendigkeit und Nutzen ist vorhanden."
    (C. Benard - E. Schlaffer, Männer. Eine Gebrauchsanweisung für Frauen (Reinbek 1988), S. 170).


    "Ich habe meinen Vater getötet. Mit einer einzigen Pistolenkugel, mit einer Luger 22 Long Rifle. Ich habe ihn nicht verfehlt. Es geschah am Dienstag, dem 18. Juli 1989, um acht Uhr morgens. Damals war ich siebzehn Jahre alt, sah jedoch aus wie zwölf. Ich wog nur fünfunddreißig Kilo, während mein Vater über hundertdreißig Kilo auf die Waage brachte. Aber ich habe es dennoch gewagt ... Seither wollen viele Leute wissen, wie ein solches Drama geschehen konnte ... Man erklärte mir auch, dass ein Leben wie meines heutzutage nicht glaubhaft sei. Welch ein Irrtum! Wo ich es doch selbst gelebt habe ... Später werde ich als Kindheitserinnerung nur von Angst berichten können. Wenn ich eines Tages Kinder habe, werde ich dann auch versuchen, ihnen Angst einzujagen? Es wäre gefährlich für mich, eine Familie zu gründen."
    (F. Hamel -1. Beaussart, Ida. Notwehr oder Selbstjustiz? (Bergisch Gladbach 1995), S. 9 f und 144).


    Männer verhalten sich nach neuesten Untersuchungen unsozialer als Frauen. In der modernen Arbeitswelt, wo es auf Teamwork, soziale Formen von Vermittlung, Verbalität, Kompromißfähigkeiten ankommt, geraten sie gegenüber den Frauen, die eben diese Tauglichkeiten längst besitzen, langsam, aber sicher ins Hintertreffen. Das macht ihnen Angst. In den sicheren Strukturen, die ein unangefochtenes Patriarchat bot, konnten sie diese Angst durch Aggression gegen die Frauen abreagieren. Mittlerweile stehen sie mehr und mehr als das da, was sie sind: Angstbeißer, ein schwaches Geschlecht. ("Liebesbeziehungen - Lebensentwürfe. Eine Soziologie der Partnerschaft" von Horst Herrmann, Telos Verlag, 2002.)


Da kannst du dir jetzt was aussuchen...
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BeitragGeschrieben: Mon Jan 05, 2004 5:30 pm    Titel: Kindererziehung Antworten mit Zitat

Jeder Mensch kann Kinder erziehen, glaub ich. Wobei die Betonung auf "Mensch" liegt. Und wobei das Wort "erziehen" für mich nicht so schön klingt. Meine Ansicht ist - und ich hab selbst 3 Kinder - dass man/frau sie nicht so sehr ziehen sollte, sondern hinter ihnen stehen. Sie sollen ihren eigenen Weg finden und gehendürfen. Als Mutter, Vater oder sonst wer sollte man/frau nur aufpassen, dass nicht allzuviel passiert. Eine Zeitlang zumindest. Wenn sie älter sind, muss man/frau sie dann sowieso ziehen lassen.
Allerdings sieht die Realität oft immer noch so aus, dass Frauen einfühlsamer sind und eher bereit, bedingungslos zu lieben. Und vor allem bereit sind, sich mit den Kindern auseinanderzusetzen und nicht nur zu erwarten, dass sie funktionieren.
Allerdings sieht die Realität oft noch immer so aus, dass sich hauptsächlich die Mütter um die Kinder kümmern, egal ob es einen Ehemann gibt oder nicht.
Sollten wir Frauen es nicht als Chance sehen, unseren Einfluss geltend zu machen ??????????????
Nach Camus (der bekanntlich ein Mann war):
Gutes Beispiel versus Macht
Wort versus Herrschaft, Gewalt
Dialog versus Beschimpfung
Aufrichtigkeit versus List

Mit freundlichen Grüßen !
PS.: ich finde diese Seiten gaaaaaaaaaaaaaaaanz toll..................
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BrianBoru
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BeitragGeschrieben: Mit Jan 07, 2004 11:35 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Die Frage ist schon falsch gestellt, weil sie 'unter'stellt und ausschließt. Nämlich alle anderen Personen außer der Mutter und dem biologischen Vater.
Deshalb habe ich noch eine dritte Antwortmöglichkeit hinzugefügt

Sollte sich das auf "Ist Kindererziehung Frauensache" beziehen?
Wie kann denn bitte eine Frage ausschließen?
Vielleicht sollte ich meine Frage anders formulieren: Ist es im Interesse des Kindes, wenn es in seinem Umfeld in Kindergarten, in der Schule oder gar zu Hause keine präsenten männlichen Vorbilder hat?

@Hannelore:
Die dritte Antwortmöglichkeit verwischt leider. Sie drückt sich um eine Stellungnahme zum Inhalt der Frage. Die frage zielt nämlich darauf ab, ob sich auch Väter mehr der Kindererziehung widmen sollten, oder nicht.
Schade, dass Du das nicht verstanden hast.
Wieso eigentlich Mutterschaft statt Elternschaft? Die Definition entspricht genau dem, was Eltern ausmachen sollte.
Tolle Zitate auch, die aber nichts zur Sache tun. Es sind allesamt Situationsbeschreibungen, die nur etwas ausfürlicher sind als die Fragenreihe mit den NEINs zu Beginn meines Beitrags. Leider also nichts neues.

Zitat:
Kinder brauchen männliche und weibliche Bezugspersonen.

Ganz meine Meinung, weshalb ich finde, dass es sowohl der verstärkten Einstellung von Grundschullehrern(ja, hier sind nur die Männer gemeint) und Erziehern bedarf.
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BeitragGeschrieben: Don Mar 11, 2004 6:21 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Grüsse Euch alle,

die angegebenen Argumente sind zumindest für mich, subjektiv nicht
haltbar, objektiv kann ich nicht sein, überlasse ich Berufeneren, anderen.

Bin seit 43 Jahren verh, mit der gleichen Frau., mit zwei Töchter und Enkelkindern gesegnet. Sicherlich hatte ich patriarchalische Anwandlungen, aber die "Weiber" (Familienintern)haben mich immer wieder korrigiert, wenn es Ihnen zu doll wurde. Ohne mein Zutun wird mir bestätigt, dass die Töchter bei all Ihren Freischwimmübungen nicht auf einen Vater verzichten wollten, auch nicht auf den Erzeuger.

Die Jüngere hatte sich das Ohne-Mann-Sein sehr schön vorgestellt und ist es auch "massiv" angegangen. Die harten Realitäten und die (fast alle) gescheiterten Versuche anderer Frauen haben sie eines "Besseren" belehrt.

Das ist noch kein harter Gegenbeweis für die These, dass es ohne grossartig sei.

Eine reaktionäre Pose liegt mir fern, sdonst würde ich mich an der Diskus-sion nicht beteiligen. M. E. ist aber die Familie als Kleinfamilie wohl auf die Dauer so auch nicht haltbar. Aber die Zukunft liegt nicht in der Vaterlosen Gesellschaft. Ich habe die vaterlose Situation "genossen", alldieweil mein Vater drei Tage vor Kriegsende gefallen ist, es war kein Zuckerschlecken ohne aufzuwachsen.

Da ich der Ältere von drei Jungen war, musste ich notgedrungen Ersatz-vaterfunktionen für meine Brüder und mich selber übernehmen. Das waren ganz praktische Dinge wie Holzklauen, Rente beantragen, Schulaufgaben überwachen, Lebensmittel schnorren, Zigaretten organisieren, etc.

Auch nachdem sich ein Lebensgefährte für meine Mutter einfand, wurden die Probleme eher komplizierter.

Es ist auch gar nicht das Problem, dass es anwesende Väter gibt, sondern wie sich in ihrer "Rolle" allen anderen Familienmitgliedern widmen und auf sie wirken.

Genau an dieser Schnittstelle und der stark mit hereinspielenden
Aussenökonomie müssen sich Änderungen ergeben. Wie, womit, unter
welchen Aspekten mit Praxisbezug gilt es sich zuzuwenden.

Konkret ist mein Ansatz noch nicht, aber das kann ja noch werden.
annaberg
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BeitragGeschrieben: Sam Dez 25, 2004 11:41 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Was in diesem Forum diskutiert wird, ist eigentlich die Alternative zur Kleinfamilie, die gewiss nicht im Alleinerziehen von Kindern durch Mütter besteht.
Offen gestanden, mit Ihnen hätte ich nicht verheiratet sein mögen, aber ich bin es ja auch nicht.
Ich bin nicht verheiratet, weil ich genau die von Ihnen geschilderte Konstellation nicht wollte. Sie wissen, daß etwa 80% aller Scheidungen mittlerweise von Frauen eingereicht werden, weil sie die Nase voll davon haben, patronisiert und dominiert zu werden und zum Dank dafür dann mit der Kindererziehung allein bleiben? Sie merken irgendwann, daß Ihre Männer keine Hilfe, sondern eine zusätzliche Belastung sind, die sie zu allem anderen nicht auch noch brauchen, und das hält keine Liebe auf Dauer aus, ohne für einen der Beteiligten selbstschädigend zu sein.Ich will ich Ihnen nicht unterstellen, daß sie sich um Ihre Kinder nicht gekümmert haben, Ihr Bericht hört sich nicht danach an. Aber Ihr Bericht hört sich sehr wohl nach ungebrochen patriarchalen Vorstellungen in vielleicht etwas abgemilderter Form an, und das genau ist im Alltag zu anstrengend, wenn es denn immer wieder ausdiskutiert werden muß.
Ihre Tochter wird nicht umsonst rebelliert haben, leider hat sie die Rebellion offenbar nicht in zielgerichtetes Handeln umwandeln können. Sehen Sie, ich hatte vielleicht mehr Unterstützung als sie, deshalb bin ich mit fast 50 Jahren weder verheiratet noch lesbisch noch einsam und allein, sondern ich bin voll berufstätig, kann mich also selbst ernähren, reise gern. In meinem Beruf gab es keine Möglichkeit, die Berufstätigkeit zu unterbrechen und dann wieder einzusteigen , Halbtagsstellen gab es auch nicht, Mütter wurden seinerzeit erst gar nicht genommen, man konnte es sich nicht aussuchen. Ich war auch nicht bereit, alleinerziehend zu sein, weil ich mir über die Konsequenzen vorher klar war. Man hat es mit also letztlich unmöglich gemacht, Kinder zu haben - jedenfalls zu halbwegs akzeptablen Bedingungen. Das ist schade, aber gewiß nicht meine Schuld, im Gegenteil. Ich bin aber sehr gern Tante und genieße den Umgang mit Kindern also trotzdem.

Sie haben unrecht! Frau ist nicht zwangsläufig ohne Mann unglücklich, da überschätzen Sie sich vielleicht ein wenig?
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BeitragGeschrieben: Mit Jan 19, 2005 6:43 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Kann sein dass ich ein wenig bockig reagiere ,weil Ich ein männlein bin ,aber die Frage ist unsereins hart vors Leder geknallt.


In einer gleichberechtigten gesellschaft ,ist die rolle der Erziehung beiden aufgetragen! und wenn einer nicht fähig dazu ist soll er es lassen ,schließlich wissen beide ob sie ein kind haben wollen ,oder nicht(Die natur weiss schon wieso und warum^^)

Das Patrichiat hat den Frauen das Erziehen des Nachwuchs aufgetragen ,was sehr gemein ist (Da hat sich die Männerschaft ziemlich ins Bein geschossen! Sad ) ,weil Kinder zu erziehen ist was sehr schönes , wunderbares und stolz machendes ist.

Klar kann ich verstehen ,dass viele Feministen an diese Alleinerziehung festhalten ,auch wenn ein Mann da ist ,weil es ihr einziges wirklich vermeintlich ureigenes Previleg im Patrichiat ist ,Ich habe darum das Gefühl ,das manche anti-partriachialische Auffassung ,gerade durch diesen patrichialischen Zug ,der meint das nur Mütter Kinder 'richtig erziehen können beeinflusst ist.Aber es ist nicht wahr! (Es ist verflucht nochmal nicht wahr und deshalb hasse ich unsere Gesellschaftt oft wegen dem und den ganzen anderen Lügen!! mean Sad Exclamation )
Väter können die gleiche Fürsorge ,Liebe , Geborgenheit für ihren Nachwuchs aufbringen wie eine Mutter. Schliesslich sind beides Menschen!!

Es gibt auch viele Mütter die ihre Kinder vernachlässigen.
Viele Männer entwickeln keine Fürsorge für die Kinder weil es nicht der 'normale' ( whocares ) Job des Mannes ist und manch Mutter wäre weniger fürgsorglich ,wenn es nicht ihr Job wäre und nicht hinter beiden der strukturelle Druck der Gesellschaft stehen würde. (dass sich die Mutter kümmert und der Vater nicht)

Ich danke wieder einmal wieder jedem der sich alles durchgelesen und eine Meinung dazu hat.
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Hinter einer Idee steht auch der Mut seinen Gedanken zu veröffentlichen!
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Hannibal
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BeitragGeschrieben: Don Jan 20, 2005 12:12 am    Titel: Antworten mit Zitat

Um es kurz zu machen:
Unter den patriarchalen Umständen lautet meine Antwort: Nein.

Ich kenne einige patriarchale Kleinfamilien. Es genügt nicht einfach mehr Zeit als Vater mit dem Kind zu verbringen, wenn ihm die gesellschaftlichen Rollen in dieser "Erziehungszeit" sukzessive vermittelt werden. Keine Frage, diese Rollen vermitteln auch die meisten Frauen. So leid es mir tut kenne ich keinen Mann wo ich ruhigen Gewissens sagen kann »Ja, der kann es so gut wie die Mutter.«
Klar, das ist ein subjektives Gefühl und einige Männer wären sicher beleidigt, würde ich ihnen das direct sagen.
Aufgrund dieser Umstände scheint es mir sinnvoller zu sein (im Patriarchat) gleich ganz auf einen Vater zu verzichten.
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BeitragGeschrieben: Sam Jan 29, 2005 8:21 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin Mutter zweier Töchter von 15 und 13 Jahren. Ich erziehe diese Kinder gemeinsam mit meiner Frau. Die Kinder haben einen Vater, mit dem ich 8 Jahre lang verheiratet war. Er hat sich nie wirklich mit den Kindern beschäftigt, sein eigenes Leben stand für ihn immer im Vordergrund. Um alle Belange der Kinder habe stets ich mich gekümmert. Wir sind nun seit 6 Jahren geschieden und obwohl wir in der gleichen Straße wohnen, hat sich an seinem Verhalten nichts geändert. Die Kinder besuchen ihn (oder besser seine Wohnung, denn er ist auch an den Besuchswochenenden kaum zu Hause) regelmäßig alle zwei Wochen. Bisher habe ich das immer unterstützt, weil ich es wichtig fand, dass gerade Kinder, die mit zwei Frauen als Eltern leben, auch Kontakt zu ihrem Vater haben sollten. Inzwischen wollen die Mädchen nicht mehr zu ihrem Vater gehen; er kümmert sich nicht um sie, er interessiert sich nicht für sie.
Durch die Tatsache, dass die Mädchen für sich die Entscheidung getroffen haben, ihren Vater nicht mehr zu besuchen, bin ich erneut an dem Punkt angekommen, wo ich mir die Frage stellen muss, ob tatsächlich auch ein shlechter, da uninteressierter, Vater besser ist als kein Vater.
Ich bin zur Ansicht gelangt, dass meinen Töchtern die Entscheidung darüber ganz allein zusteht und werde sie nicht zwingen.
Durch sein Verhalten hat mein Ex-Mann diese Konsequenz selbst hervorgerufen und ich traue meinen Töchtern zu, ür sich selbst entscheiden zu können. Hätte ich noch ein kleineres Kind, ginge das natürlich nicht - da müsste ich das mit demVater klären.
Nach wie vor denke ich, dass es wichtig für Kinder ist, ihre Eltern zu erleben; wenn von einem der Elternteile allerdings Gefahr ausgeht, natürlich nicht.
Erziehung oder besser: Begleitung von Kindern habe ich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis und auch in meiner Familie immer nur als "Frauensache" erlebt.
Es entspricht nach wie vor im Großen und Ganzen nicht der gesellschaftlichen Realität, dass Männer sich im gleichen Maße um ihre Kinder kümmern, wie Frauen.
Schön, wenn es in Familien nicht so ist; Kinder profitieren immer von Erfahrungen mit verschiedenen Menschen, so auch vom Kontakt mit Vätern, wenn es ihn denn gibt.
Ich glaube aber, dass es nicht unbedingt der Vater sein muss. Es kann auch ein Freund der Mutter, Onkel, Lehrer oder sonst ein männlicher Vertreter sein, wenn er dem Kind gut tut.
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Hannibal
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BeitragGeschrieben: Sam Jan 29, 2005 9:58 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Queermum,


so sehe ich das auch.

Es ist aber leider so, dass die gesamte patriarchale Gesellschaft dem (biologischen) Vater eine bedeutendere Rolle zuweist, als der Mutter bzw. der Person, die sich wirklich um die Kinder kümmert.

Wenn Du also - ¡aus welchem Grund auch immer! - ein Kind ohne Vater aufziehst, dann wirst Du nicht nur im Ansehen der meisten Frauen und Männer dieser Gesellschaft sinken, sondern auch ganz schön gegen die dann folgenden Angriffe dieser Leute zu kämpfen haben.
Erschwerend hinzu kommt, dass ein Vater zur patriarchalen Familien-Norm gehört. Alles andere wird per se abgelehnt, ohne die Hintergründe überhaupt zu erfragen. Das bedeutet dann auch, dass jedes Kind durchgehend mit dieser "Norm" gedrillt wird. Die Kinder sehen und lernen auch nichts anderes von ihrem Umfeld (d. h. den anderen Kindern). Die Voraussetzungen hier einen anderen Weg zu gehen sind also sehr schwierig zu erlangen. Ich beglückwünsche Dich und Deine Töchter dazu, dass ihr es geschafft habt, Queermum!
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Hannibal
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BeitragGeschrieben: Son Jan 30, 2005 2:58 pm    Titel: Antworten mit Zitat

In der Tat, da pflichte ich Dir bei, Hannibal, ist es eine besondere Herausforderung,sich als Frau in dieser Gesellschaft "anerkannt" und gewürdigt über die vorherrschende Ansicht über Familie hinwegzusetzen. In der gelebten Realität ist es die Regel, dass Frauen sich den Kindern widmen und Männer in der Hauptsache für "Futter" sorgen. Diese Tatsache außer acht zu lassen, kann nur einem etablierten und kaum hinterfragten Machtapparat gelingen.
Alleinrziehende werden als mangelhaft und Familien "ohne" Vater als gefährdet betrachtet.
Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, dass meine Kinder sich, seit ich nicht mehr diese "klassische" Beziehungsform der Ehe lebe, erheblich weiterentwickelt haben; auch und in der Hauptsache, was ihr Selbstbewusstsein und die Einschätzung ihrer Fähigkeiten betrifft.
Im Vergleich zu den Mädchen in unserem Umfeld, die in patriarchalen Familien leben, sind sie mutiger; besonders, wenn es darum geht, eigene Bedürfnisse ernst zu nehmen und dafür zu sorgen, dass diese auch von der Umwelt wahrgenommen und respektiert werden.
Sie wissen ,was sie wollen und setzen das auch durch.
Meine Töchter profitieren insgesamt von der Situation, mit zwei erwachsenen Frauen im Rücken eine Familie zu haben, die gerade und wesentlich darauf achtet, dass sie auf dem Weg , erwachsen zu werden, ihre Persönlichkeit und potentiellen Fähigkeiten zu entwickeln, immer wieder die Rückmeldung bekommen, dass nichts für sie unmöglich ist und der Wille und die Macht keines Menschen in ihrem Leben so sehr zählt, wie ihr eigener.
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BeitragGeschrieben: Don Mai 26, 2005 5:40 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hab mal wieder die anderen Beiträge nicht gelesen, aber mal wieder eine Antwort vonmir:


Ja, wenn der Vater gescheit ist schon. wie man nun gescheit definiert ist ne andere sache. Auf jedem fall meine ich damit "er solle der Kindererziehung mächtig" sein.
Was von Natur aus kein Problem ist (es sei denn bei Babies wegen Muttermilch etc..)...

Aber es hat schon einen grund warum Väter bei den kindern bleiben beim Menschen (also wiedermal VON NATUR aus wäre es so)

Man könnte ja genauso gut sagen: Brauchen Kinder Mütter? Bzw. brauchen Kinder Mütter nach dem 1. lebensjahr überhaupt noch!

Es ist mal wieder eine Sache des Individuums....

Doch eins ist Sicher:

Kinder brauchen (wie jeder Mensch) eine Gemeinschaft/Gesellschaft wo sie im wahrsten Sinne des Wortes "GEDEIHEN" können.

Ich finde also: Es kommt auf den Menschen an und nicht auf das Geschlecht der Eltern.

Allerdings muss ich auch sagen: Man brauch auch die Eltern nicht umbedingt zu kennen, wenn man in einer Gesellschaft/Gemeinschaft lebt, mann kann aber brauch nicht-alles andere ist wider Erzeihungssache aus kultureller Sicht.
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